“Wahrscheinlich hat der Rinderwahn doch mehr Opfer gefordert”

In seinem Roman "Verteidigung der Missionarsstellung" betätigt sich Wolf Haas mehr als Zerebral- denn als Verbalerotiker. Im Gespräch erklärt er, warum es richtig ist, sich nix zu scheißen

Unter den bekanntesten Schriftstellern des Landes ist Wolf Haas gewiss einer der diskretesten. Hat er einen neuen Roman am Start, gibt er bereitwillig die verlangten Interviews, um danach wieder aus den Medien zu verschwinden. Er gibt keine Statements zur Lage der Nation, nimmt an keinen Umfragen teil, behelligt niemand mit der Bekanntgabe seines Lieblingsitalieners.

Dabei hat man durchaus nicht den Eindruck, dass der gebürtige Pinzgauer übermäßig schüchtern wäre oder sich der Öffentlichkeit partout entziehen möchte. Als am vergangenen Donnerstag die heurige Ausgabe der Lesereihe „O-Töne“ mit der Präsentation von Haas’ jüngstem Roman zu Ende ging, lieferte der Autor den über 2000 Zuhörern, die ins Museumsquartier gekommen waren, eine echte Performance: Das Mikro in der Hand, tigerte er von Bühnenrand zu Bühnenrand, um den Anfang der „Verteidigung der Missionarsstellung“ auswendig, rastlos und mit beherztem Körpereinsatz vorzutragen.

Als Austragungsort des Interviews mit dem Falter hat Haas ein Lokal am Karmelitermarkt vorgeschlagen. Er wohnt schon sehr lange im Viertel, war schon da, als man noch die Bezirksgrenzen überschreiten musste, um an Wein zu kommen, der kein Kopfweh verursacht. Mitgebracht hat er seinen praktisch noch druckfeuchten Roman, den er allerdings etwas verschämt auf den Tisch legt: Auf dem Umschlag ist ein Buch zu sehen, das dem Leser vom Autor selbst entgegengehalten wird.

Falter: Sie wissen schon, dass das eigentlich gar nicht geht: Autorenfotos am Cover?!

Wolf Haas: Für mein Gefühl ist es trotzdem mein bislang bestes Cover. Es spricht explizit aus, was die meisten Cover nur andeuten: „Da, lies!“ Und darin stimmt es wiederum vollkommen mit dem Roman überein, in dem ja ein Mann eine Frau anbaggert.

Auf dem Cover baggert sozusagen ein Autor seine Leser an, um sie zu verführen, das Buch zu lesen.

Haas: Ja, wobei ich finde, dass diese Verführung mit jedem Satz schwieriger wird, weil man dem Leser einen Grund geben muss, die nächste Zeile auch noch zu lesen.

Einen möglichen Grund erwähnen Sie auch: „Bedenkt man das eigentlich als Schriftsteller“, heißt es da, „dass die meisten Leute im Bett lesen, um müde zu werden?“

Haas: Das hat mir eine Bekannte vor Jahren einmal gestanden. Es war eine traumatische Kränkung!

Zufällig habe ich gerade diesen Satz um sechs Uhr in der Früh gelesen – und zwar durchaus in der Hoffnung, doch noch einmal einschlafen zu können.

Haas: Da können, wie ich erst vor kurzem entdeckt habe, Hörbücher eine große Hilfe sein. Es darf nur nicht zu aufregend sein, aber auch nicht zu fad.

Was wirkt bei Ihnen am besten?

Haas: Ich gehe seit Monaten mit Jonathan Franzens „Freiheit“ schlafen. Und weil das so gut funktioniert, komme ich nicht eben sonderlich zügig weiter.

Aber es gefällt Ihnen offensichtlich?

Haas: Wenn ich für mich definieren würde, welche Art von Literatur mich nicht interessiert, kämen so franzenartige Familienromane raus. Er ist aber dermaßen gut in seinem Fach, dass es mich dann doch packt.

Haben Sie eigentlich eine Vorstellung von dem Publikum, für das Sie schreiben?

Haas: Das ist bloß ein abstraktes Gegenüber – der Adressat. Ich glaube, am ehesten stelle ich mir mich als Leser vor.

In der Beziehung sind Sie wohl ein bisschen das Gegenteil von Daniel Glattauer. Der schreibt ja ganz konkret für Frauen in den besten Jahren und scheint mit anhaltendem Erfolg immer ängstlicher zu werden, dass er ein paar Leser auch wieder verlieren könnte. Wohingegen Sie eher der Maxime folgen: Ich bin erfolgreich genug, dass ich mir nix mehr zu scheißen brauche!

Haas: Das beflügelt tatsächlich. Natürlich gibt es die Momente, in denen man zaghaft und kleinmütig wird, aber dann gibt es zum Glück auch jene, in denen man sich wieder auf dieses Nix-Scheißen besinnt, und das ist eine ganz starke Energie.

Wobei wir schon von „Nix-Scheißen“ auf hohem Niveau sprechen. Alles andere wäre ja bloße Disziplinlosigkeit, oder?

Haas: Schon. Die Kontrolle über den Stoff ist mindestens so wichtig wie das Wagnis einer „wilden“ Sprache.

Wie viel Ausschuss produzieren
Sie dabei?

Haas: Der ist bei mir riesig, weil ich den Radar der Selbstkontrolle zunächst einmal bewusst unterfliege und einfach alles hinschreibe. Drei Seiten sind ja schnell hingefetzt.

Lesen Sie sich das Geschriebene dann
laut vor?

Haas: Das mache ich nie. Aber bei Sätzen zu Beginn des neuen Romans musste ich die Zeilen dann schon mit dem Finger nachfahren, um die Grammatik mit Subjekt und Prädikat richtig hinzukriegen.

Wie viele Durchgänge sind denn nötig, um schließlich den „Director’s Cut“ hervorzubringen?

Haas: Das kann ich so gar nicht sagen. Außerdem würde ich damit den Umstand verschweigen, dass es immer auch den Moment gibt, in dem man zutiefst davon überzeugt ist, dass es eh nix wird.

Hat sich das schon einmal bewahrheitet? Sodass Sie ein Buch wirklich nicht zu Ende gebracht haben?

Haas: Bis jetzt noch nicht. Aber es gibt halt auch immer diese schwierigen und entscheidenden Momente, in denen man auf eine Idee angewiesen ist, die man noch nicht gehabt hat. Man weiß: Da braucht’s noch was – aber man will es sich nicht mehr antun. Bei der „Missionarsstellung“ hatte ich vorgehabt, Rinderwahn, Schweine- und Vogelgrippe als die drei Akte des Buches abzuhandeln. Am Schluss hat es sich aber gezeigt, dass da noch ein vierter Akt mit einer weiteren Seuche dazupassen würde. Das habe ich zunächst richtiggehend verweigert, weil ich lieber eine Woche statt zwei Monate daran gearbeitet hätte; so wie ein Schüler, der weiß, dass er für die Schularbeit noch lernen müsste, aber doch lieber ins Schwimmbad gehen möchte.

In ihrem jüngsten Roman geht es – und auch da passt das Cover sehr gut, auf dem der Autor hinter seinem Buch hervorlugt und sich zugleich hinter diesem versteckt – um ein Spiel mit der Fiktion und der Wirklichkeit. Wiederholt wird zum Beispiel der seltsame Umstand erörtert, dass die erfundenen Details sehr oft authentischer wirken als ganz reale.

Haas: Das ist tatsächlich eine Erfahrung, die ich gemacht habe. Bei den Brenner-Romanen haben mich die Leute von Anfang an immer gefragt, ob ich das den Leuten abgelauscht und Idiome wortwörtlich übernommen habe. Das war aber kein einziges Mal der Fall. Mich hat es auch immer genervt, wenn mir bestätigt wurde, ich hätte „gut recherchiert“. Gut recherchierte Sachen möchte ich in einem Roman gar nicht lesen. Das Gefühl der Authentizität muss aus der Erzählweise hervorgehen.

Ihr Ehrgeiz bestünde also eher darin, die Recherche möglichst gering zu halten?

Haas: Nein. Man darf nur nicht den Fehler begehen und alles, was man herausgefunden hat, in den Roman kippen, damit sich die Arbeit ausgezahlt hat. Das Ideal wäre eher, zehn Tage lang zu recherchieren, es aber in einem Satz zu verarbeiten.

Ein Roman von Anselm Glück hat den Titel „Die Maske hinter dem Gesicht“ … 

Haas: Ah, wie schön!

Man geht davon aus, dass sich das wahre Gesicht hinter einer stilisierten Oberfläche verbirgt. So kann man dann den Leser auch gut täuschen: Das, was man ihm entgegenhält, wird er automatisch für die Maske halten. Haben Sie damit gespielt?

Haas: Die Story hat sich ursprünglich so gut entwickelt und ist so flott gewachsen, dass es mir an einem Punkt fast nuttig vorgekommen ist, eine so runde, unterhaltsame Geschichte runterzuspulen. Da habe ich auf einmal ein Bedürfnis entwickelt, private Peinlichkeiten einzustreuen. Wobei nicht der Inhalt an sich peinlich ist, sondern nur die Tatsache, dass das mitten in einer Fiktion vorkommt. Das fühlt sich an wie ein plötzlicher Temperatursturz.

Man kommt auf einmal drauf, dass das Hosentürl offen ist?

Haas: Genau.

Das erwähnte Zitat des Philosophen Quine ist aber wirklich in Ihrer Wohnung gehangen?

Haas: Das stimmt.

Als ich die ersten paar Seiten gelesen hatte, dachte ich: So, jetzt fliegt er aber wirklich aus der Kurve.

Haas: Das war für mich ein Spiel mit dem Thema Virtuosität, weil es mich als Kulturkonsumenten wahnsinnig nervt, wenn Virtuosität so etwas Balzendes bekommt. Der Satz, mit dem der Protagonist diese Frau anbaggert, wird mit einem perfekt aufgeblasenen, freundlich überreichten Luftballon verglichen. Damit fängt der Roman an, und die dazwischengestreuten Momente der Besinnung sind ein bisschen so, als würde man mit einer brennenden Zigarette auf diesen Luftballon hinfahren.

Eben zu diesem unglaublich manierierten Satz habe ich mir im Buch notiert: „In English, please!“ Denn der Protagonist spricht die Burger-Verkäuferin ja eigentlich auf Englisch an.

Haas: Das stimmt. Es steht aber auch dort: „… hätte er fast gesagt“. Ich habe den Anfang für die Lesung übrigens auswendig gelernt, weil ich es eigentlich komisch finde, dass man ständig in sein Buch reinschaut. Das war ganz schön schwierig.

Wie lange, glauben Sie, wird es dauern, bis die erste Rezension erscheint, in der Ihr Roman mit einem Gemälde von M.C. Escher verglichen wird?

Haas: Bis zum nächsten Mittwoch, wenn der neue Falter erscheint.

Da könnten Sie Recht haben. Andererseits wäre es nicht sehr originell, denn alles, was man über die „Verteidigung der Missionarsstellung“ sagen kann, haben Sie im Roman selbst schon vorweggenommen – auch M.C. Escher, dessen Gemälde sich gleichsam in den eigenen Schwanz beißen. In ähnlicher Weise ist der Roman auch selbstreferenziell, indem er klassische
Haas-Themen einem Recycling unterzieht: das Sich-Versprechen und -Verhören, die U/Ü-Obsession, die schon im „Wetter vor 15 Jahren“ eine große Rolle gespielt hat … 

Haas: Das ist mir selbst erst am Schluss aufgefallen, dass ich da offensichtlich einen echten Tick habe.

Der Umstand, dass Kommunikation nicht reibungslos klappt, macht sie eigentlich reizvoller, lädt sie erotisch auf?

Haas: Genau. Man denke nur an das Vorarlbergische!

Sobald sie in einer anderen Sprache erklingen, können die seltsamsten Wörter zu leuchten beginnen. „My favourite word is Durchfall“, bekennt eine Ihrer Figuren.

Haas: Auch das ist authentisch. Als ich in Swansea auf der Uni unterrichtet habe, hat mich ein Student nach dem deutschen Wort für diarrhoe gefragt. Ich habe es ihm gesagt. Die Studenten haben allerdings richtiggehend aufgeschrien, weil sie das so grauslich fanden.

Und erst, wenn man „Logorrhoe“ ins Deutsche übersetzt: „Sprechdurchfall“.

Haas: Die ist psychiatrisch aber noch nicht hinreichend erforscht. Mir scheint, dass das eine Krankheit unserer Zeit ist. Selbst bei durchaus ernstzunehmenden Leuten, mit denen man sich gerne unterhält, gibt es diesen Punkt, wo ein Schalter umgelegt wird, und die reden drei Stunden durch.

Woran könnte das liegen?

Haas: Wahrscheinlich hat der Rinderwahn doch wesentlich mehr Opfer gefordert, als man immer angenommen oder behauptet hat.

Ihr Roman handelt von Seuchen, die im Falle der Schweine- und Vogelgrippe durch Viren übertragen werden. Im Grunde genommen sind ja Viren auch Text – sie reproduzieren sich über die Abschrift genetischer Codes, die sich ihrerseits aus einer anagrammartigen Abfolge von vier Basen zusammensetzen. Wollen Sie solche Viren in die Sprache selbst schleusen?

Haas: Das klingt so hübsch, dass ich das jetzt lieber so stehen lasse.

Dann wollen Sie vielleicht etwas zum Thema des Sprachtransfers und der Übersetzung sagen?

Haas: Ja, mit Übersetzung hat die „Verteidigung“ tatsächlich ganz unmittelbar zu tun. Das war auch der Auslöser für jene vier Seiten, die auf Chinesisch verfasst sind. Ich weiß nicht, ob Sie sich noch an diese Gürtel erinnern, auf denen in großen goldenen Lettern „Moschino“ zu lesen war? Davon gab’s eine Billigversion, da stand „Escapade“. Diesen Gürtel habe ich in „Komm, süßer Tod“ einer Frau angedichtet. Als ich vor zehn Jahren die japanische Übersetzung von „Komm, süßer Tod“ auf Japanisch bekam und fasziniert durchblätterte, weil ich kein Wort lesen konnte, stand da plötzlich in lateinischen Buchstaben zweimal „Escapade“. Das war so eine schöne Seite! Und diesen Effekt habe ich geklaut.

Und was steht nun in den chinesischen Passagen?

Haas: Das ist natürlich die einzig wahre Geschichte und handelt von einem Erlebnis, das ich auf meiner einzigen Chinareise gehabt habe. So etwas in einen Roman einzubauen, finde ich geradezu verwerflich: Nur weil man als Tourist ein bisschen was erschnuppert hat, tut man gleich so, als würde man sich auskennen – so wie der Skiurlauber, der am dritten Tag dem Bauern erklärt, wo’s die beste Milch gibt. Ich musste die Szene in China spielen lassen, weil dort die Vogelgrippe ausgebrochen ist, aber ich wollte auf keinen Fall irgendeinen pseudo-authentischen China-Klimbim einbauen. Die Fremdheit dieser Kultur kann man ohnedies besser vermitteln, indem man es einfach auf Chinesisch schreibt.

Das ist auch ein zentrales Motiv des Romans – dass man Dinge nicht behauptet, sondern zeigt: Die Seitenzahl rutscht plötzlich in den Text, und an ihrer Stelle steht dann das Wort „auflöste“.

Haas: Es „zeigt“ sich. Als wir studiert haben, wurde von allen Autoren ständig Wittgenstein zitiert. Ich habe mich gefragt, ob man das jetzt wieder tun darf. Die Studententage und die erste Faszination, die von dieser philosophischen Welt ausgeht, ist ein wichtiges Thema des Buches. Auf Alfred Tarski etwa bin ich im Zusammenhang mit meiner Dissertation gestoßen. Und einen Satz von Roman Jakobson, von dem ich jetzt – apropos Überarbeitung – gar nicht mehr weiß, ob der geblieben ist oder ob ich ihn rausgeworfen habe, fand ich auch immer sehr schön: „Ein Kunstwerk, worüber es auch spricht, spricht immer auch über seine eigene Geburt.“

Das im Roman mehrfach erwähnte Tarski-
Verbot besagt, dass Objekt- und Metasprache nicht vermischt werden dürfen, ein Satz also nie über sich selbst sprechen darf. Sie verletzen dieses Verbot aber ständig.

Haas: In der Wissenschaft darf man das Tarski-Verbot nicht übertreten und in der Kunst muss man es. So ist der Jakobson-Satz meiner Auffassung nach ja auch gemeint: Jedes Werk spricht irgendwie über sich selbst.

Sie fürchten nicht, dass Sie durch die theoretischen Reflexionen im Roman einige Ihrer Leser mit verschrecken oder gar verlieren könnten?

Haas: Diese Passagen machen ja nur einen sehr kleinen Teil aus. Außerdem ist meine Wahrnehmung eine völlig andere. Das, was als „kompliziert“ und „gewöhnungsbedürftig“ bezeichnet wird, habe ich immer als sehr ökonomisch empfunden. Wenn ich mit einem Halbsatz ohne Subjekt und Prädikat etwas sagen kann, warum soll ich da zwei Absätze schreiben? Oder, um ein Beispiel aus der „Verteidigung“ zu zitieren: Warum soll ich ein Paisleymuster auf einer ganzen Seite beschreiben, wenn sich die Zeile auch zu einem Paisleymuster einrollen kann?

Wollen Sie die Leute zur Konkreten Poesie bekehren?

Haas: Nein, avantgardistische Anwandlungen haben mich da in keinster Weise beeinflusst. Ich fand es nur witzig, mittendrin plötzlich die Erzählweise zu ändern. Ich habe aber Bedenken, über diese Dinge überhaupt zu reden, weil ich finde, dass der Charme sofort verlorengeht, wenn man ständig betont, wie „interessant“ die Sprache ist. Ich möchte, dass man das ganz normal liest und dann ein bisschen überrascht wird.

Mitunter hört der Erzähler des Romans überhaupt zu erzählen auf und macht sich in Versalien nur ein paar Notizen: „Hier noch London-Atmosphäre einbauen. Leute. Autos. Häuser. 1988.“ Kann man das als Verweigerungsgeste lesen?

Haas: Oberflächlich ist es ein Gag, über den man lachen oder den man blöd finden kann. Wichtig ist mir aber vor allem, dass es wirklich funktioniert. Ich finde es unnötig, die Straßen von London zu beschreiben, wenn man genau das Gleiche evoziert, indem man einfach hinschreibt: „London-Atmosphäre einfügen“. Der Leser hat dann genau das Gleiche im Kopf. Das finde ich beglückend.

Zu Beginn des Romans fällt einmal der Satz „Das Reden ist nur, weil kein Bett da ist“. Das stimmt schon fürs Leben nicht, in der Literatur ist aber schon die Sprache selbst der Sex, oder?

Haas: Genau. Ich habe jetzt ein bisschen gezögert, weil das Loblied auf die Verbalerotik mag ich ganz sicher nicht singen. Literatur muss nicht immer auf die Außenwelt verweisen, sondern ist selbst ein ziemlich netter Lego-Baukasten. F

1 Kommentar zu ““Wahrscheinlich hat der Rinderwahn doch mehr Opfer gefordert””

Wolf Haas’sche Dialektik in Fußfesseln und Migration | gut, ich werd dann mal … feministin, 13. September 2012: [...] Baustellen-Syndrom, das die Bücher von Herrn Haas kennzeichnet und auch auszeichnet. Nach “Verteidigung der Missionarsstellung” frage ich mich, ob ich einfach mein Werk brach liegen lassen soll und ebenso gekonnt ein [...]

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