HEUREKA. Das Wissenschaftsmagazin des FALTER

HEUREKA ist das Wissenschaftsmagazin der Wiener Stadtzeitung FALTER. Es erscheint mit Unterstützung des Bundesministeriums für Wissenschaft und Forschung fünf mal jährlich. Seit 2007 auch als Blog auf falter.at. weiter »

Blut: Verschwendung in Österreich (1/13)

Beilage zu FALTER 17/13

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Kommentar: Sterben in Österreich die Ärzte aus?

Seit geraumer Zeit geistert das „Ärztemangel-Gespenst“ durch Österreich. Verwaiste Landarztpraxen sollen durch mehr Medizinabsolventen wieder zum Leben erweckt werden – soweit die Milchmädchenrechnung. Eine Studie der „Gesundheit Österreich“ zum Bedarf an Ärztinnen und Ärzten in Österreich bis zum Jahr 2030 (veröffentlicht im Sommer 2012) zeigt klar auf, worauf es ankommt, um dem Bedarf für die [...] weiter »

Editorial

Unsere Universitäten gehen vor die Hunde – und das von Wien über London bis Los Angeles. Zumindest könnte man dies glauben, wenn man die Essays besorgter Wissenschafter zum Thema Hochschulreformen in den Industrieländern liest. Sie alle räumen ein, dass es früher auch nicht ideal gewesen ist, aber jetzt stünde Hannibal ante portas, um mit seinen [...] weiter »

Kopf im Bild: Quantenphysikexperimente

Als Gymnasiast in Bonn habe er sich gefragt, warum „die Welt so seltsam ist, wie sie in der Quantenphysik scheint“, erzählt Markus Arndt. Heute, vertraut mit Experimenten, die landläufige Vorstellungen von Zeit und Raum aus den Angeln heben, sieht das der Leiter der Forschungsgruppe Quantennanophysik und Dekan an der Wiener Fakultät für Physik etwas anders: [...] weiter »

Jungforscherinnen

Basis für Fortschritte in der Medizin: Am IMBA (Institute of Molecular Biotechnology) erforschen diese Doktorandinnen Prozesse auf molekularer Ebene in Zellen. Sophie Wöhrer, 26 Schon in ihren letzten Schuljahren hatte sich Sophie Wöhrer stark für Genetik und Biochemie interessiert. „Wie das Leben funktioniert, ist ungeheuer faszinierend“, sagt die junge Molekularbiologin. „Ich möchte versuchen, wenigstens einen [...] weiter »

Kommunikation

Open Access, was ist denn das, fragt der Geisteswissenschafter (aber nicht mehr lang). Open Access, also der freie und kostenlose Zugang zu wissenschaftlicher Information via Internet, ist stark im Kommen. Die Vorreiterrolle übernahmen die Natur- und Lebenswissenschaften. In den Geistes- und Sozialwissenschaften ist zwar Interesse vorhanden. Dennoch hinkt man der Entwicklung hinterher. Die Ursachen und [...] weiter »

Biologie

Ein Lufthauch verrät der Spinne, wo sich die Beute, eine Fliege, in der Luft befindet – und Sprung auf, marsch! Wenn die südamerikanische Spinne Cupiennius salei nächtens im Regenwald sitzt, wartet sie oft auf einen Lufthauch. Nicht, weil dieser Abkühlung bringen würde, sondern weil er bedeutet, dass eine Fliege im Anflug ist. Dann springt die [...] weiter »

Mathe gegen zu viel Phosphat im Ackerboden

Andrea Schnepf erforscht die mathematische Modellierung und Simulation von Wurzel- und Bodenprozessen. Mathematik als Berufswunsch wäre mir als Nichtakademikerkind sicher nicht eingefallen“, lacht Andrea Schnepf, der im Volksschulalter eher eine Laufbahn als Religionslehrerin oder Balletttänzerin vorschwebte. „In der Realität hätte ich mich dafür allerdings kaum geeignet.“ Die Mathematik war ihr immer leicht gefallen, und gute [...] weiter »

Unser Wetter wird von den Polen beeinflusst!

Ein neues Institut in Wien soll unter anderem den Einfluss der Polarregionen auf Österreichs Wetter erforschen. Seit Anfang des Jahres hat Österreich ein eigenes Polarforschungsinstitut. 50 Forscher und Forscherinnen von den Universitäten Wien und Innsbruck, der TU Wien und der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) sind Teil des Austrian Polar Research Institute.… Doch was [...] weiter »

Väter wollen nicht mehr in Karenz gehen. Ja, warum denn nicht? Das wird nun erforscht

Als 2002 das Kinderbetreuungsgeld eingeführt wurde, hatte das einen positiven Effekt. Die Zahl der Väter, die in Karenz gingen, stieg sprunghaft an, und bis 2010 wurden es – allerdings auf niedrigem Niveau – immer mehr. Wie das im Rahmen von Sparkling Science geförderte Forschungsprojekt von Joanneum Research zur Väterkarenz und deren Auswirkungen auf die Karriereentwicklung [...] weiter »

Brief aus Brüssel

Beim EU-Gipfel zählt nicht nur politisches Geschick: Ausdauer ist gefragt – vor allem wenn es darum geht, ohne Schlaf durchzuhalten. (Der Spiegel ging so weit, zu schreiben: „Politik ist ein einfaches Spiel: Es sitzen viele Menschen um einen Tisch herum, und am Ende gewinnt der, der am längsten wach bleibt.“) Kurz: Wer es nach einem [...] weiter »

Dichter für Durchbeißer

Die Autorin hat ihre Dissertation Aspekten des Werks von Jean Paul gewidmet. Hier stellt sie ihn kurz vor. Johann Paul Friedrich Richter, der aus Bewunderung für Rousseau seinen Namen in Jean Paul französierte, beschrieb das Ereignis seiner Geburt vor 250 Jahren so: „Es war im Jahr 1763, wo der Hubertusberger Friede zur Welt kam und [...] weiter »

Wutbürger, dankt den Griechen!

Karl-Wilhelm Weeber hält im Rahmen von Science Goes Public in Wien einen Vortrag über das Erbe des antiken Griechenlands. Wenn der Euro scheitert, dann scheitert Europa.“ So hat es die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel auf dem Höhepunkt einer der vielen Euro-Krisen dramatisch zugespitzt – und damit ein jämmerlich einseitiges, da ganz von der Ökonomie dominiertes [...] weiter »

Blutrausch in Österreich – Der Countdown zum Thema

9 400 000 000 Euro Umsatzvolumen soll der Weltmarkt für Plasma-Produkte, laut zurückhaltenden Schätzungen, jährlich erzielen. 93 000 000 Blutspenden werden laut WHO weltweit verzeichnet. 50 Prozent dieser Spenden kommen aus den westlichen Industrieländern. 2 000 000 rote Blutkörperchen produziert unser Körper pro Sekunde. 25 bis 30 Billionen davon gibt es im gesunden Körper eines [...] weiter »

Die Angewandte im Blutrausch

Studierende der Universität für Angewandte Kunst entwickeln ein Projekt zum Thema Blutspenden. Blutrausch, was sagst du dazu?“ fragt Elisabeth Kopf. Sie ist Grafikerin mit internationaler Reputation (nicht ganz leicht für eine Frau) und unterrichtet an der Universität für Angewandte Kunst in der Grafikklasse von Oliver Kartak. Gegenwärtig betreut sie ein Projekt ihrer Studierenden Jasmin Roth, [...] weiter »

Lässt Frauenblut Blumen welken?

In der Medizin spielt Menstrualblut immer schon eine wichtige Rolle. Wozu es gut ist, wusste lange niemand. Menstruierende Frauen seien unrein – ihr Menstrualblut enthalte giftige Substanzen, die Blumen vorzeitig verwelken lassen und dazu führen, dass Hefeteig schlechter aufgeht. Derartige Annahmen hielten sich im Volksglauben und in der Volksmedizin zwar lange, beeinflussten die gängige Medizin [...] weiter »

Freihandbibliothek Buchtipps von Emily Walton

Wenn Kalbsblut ruhig stellt Dem Blut und seiner Bedeutung für Medizin, Wirtschaft und Gesellschaft geht Douglas Starr in dieser Geschichtsschreibung nach. Dabei deckt er die Zeitspanne des späten 17. Jahrhunderts bis zur Gegenwart ab. Weite Strecken sind den 1980ern, der Ausbreitung des HIV-Virus, gewidmet, ebenso der Kommerzialisierung und Globalisierung der Ware Blut (Stichwort: Blutbanken). Zudem [...] weiter »

Haidingers Hort der Wissenschaft: Blutwäsche

Mori! Mori!“ ruft die Tosca in Puccinis nach ihr benannter Oper, nachdem sie dem abgrundtief fiesen Polizeichef Scarpia, der dabei war, ihr vom Geliebten bis zur Ehre alles zu nehmen, das Messer in den Leib gerammt hat. „Erstickst du nun im Blut?“ kreischt sie … „… Er ist tot! Nun vergebe ich ihm!“ Ein grausigschöner [...] weiter »

Blutverschwendung in Österreich

Dank entsprechender Vorkehrungen bei Spende, Lagerung und Übertragung ist die Bluttransfusion heute ein weitgehend sicherer Eingriff. Daran ändert auch der jüngste, tragische Vorfall in einem Wiener Spital nichts, bei dem eine Frau durch eine vom Österreichischen Roten Kreuz gelieferte Blutkonserve mit HIV infiziert wurde. Die Wahrscheinlichkeit für einen derartigen Zwischenfall liegt bei 1:2,5 Millionen. Auch [...] weiter »

Und wie komm ich jetzt an die Uni?

Die neuen Regelungen zur Studienplatzfinanzierung sollen mehr Planungssicherheit und bessere Betreuungs- verhältnisse an den Unis schaffen. Das Wissenschaftsministerium nennt sie einen „ersten wichtigen Schritt“. Für die Technische Universität Wien jedoch sei sie „nicht akzeptabel“, und die Universitätenkonferenz (uniko) spricht von einem „nicht perfekten System“. Die Testphase zur neuen Studienplatzfinanzierung ist angelaufen und sorgt gleichermaßen für [...] weiter »

Das Blut der Nabelschnur

Stammzellen aus Nabelschnurblut: Das Notfallpaket für’s Leben.“ Slogans wie dieser packen werdende Eltern an ihrer empfindlichsten Stelle. Wer wollte sein Kind nicht bestmöglich versorgen? Für rund 2000 Euro können sie das „Notfallpaket“ privat schnüren: Gewonnen aus der Nabelschnur (manchmal auch der Plazenta), aufbereitet im Labor, gelagert in flüssigem Stickstoff bei etwa –190 Grad Celsius, sollen [...] weiter »

Böses Blut unter Medizinern

Der Verdrängungswettbewerb macht auch vor dem Blut nicht halt. In Deutschland wird dieser immer öfter auch vor Gericht ausgetragen, so geschehen vergangenen Dezember in Mainz. Es ging um eine Aufwandsentschädigung von 26 Euro der Uni Klinik Mainz für Blutspender. Das Deutsche Rote Kreuz klagte die Uni Klinik wegen versteckter Vergütung. Die Richter gaben der Uni [...] weiter »

Blut in Österreich: Das Glossar

Aderlass Von der Antike bis ins 19. Jahrhundert verbreitete Heilmethode, die unter anderem dem ersten Präsidenten der USA, George Washington, das Leben gekostet haben könnte, als die Ärzte damit und mit starken Abführmitteln seine Kehlkopfentzündung kurieren wollten. Wird heute selten praktiziert, wenn etwa zu viele rote Blutkörperchen das Blut zäh machen oder zu viel Eisen [...] weiter »

Freistetters Freibrief: Weg mit Doktor!

Österreich liebt seine Titel. „Herr Doktor“ und „Frau Professor“ genießen Ansehen und Respekt so wie früher der „Freiherr“ oder die „Frau Gräfin“. Mit der Abgabe der Doktorarbeit erfolgt gleichzeitig die Transformation vom faulen Studenten, der dem Staat nur auf der Tasche liegt, zum seriösen und verehrungswürdigen Akademiker. Der Doktortitel ist viel mehr als nur das [...] weiter »

Was am Ende bleibt: Blut verschütten

Wir sehen einen Bombenanschlag, die Trümmer der Explosion, zerfetzte Kleidungsstücke, Spuren der Verwüstung und Blut. Entsetzen ist allen Beteiligten ins Gesicht geschrieben. Mit den schockierenden Nachrichten und sensationellen Bildern tritt auch der Medienkritiker auf den Plan, der die ethnische Dimension von Privatheit der Opfer und zurückhaltende Betroffenheit statt Voyeurismus einfordert. Obszönität der Berichterstattung lautet die [...] weiter »

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