HEUREKA. Das Wissenschaftsmagazin des FALTER

HEUREKA ist das Wissenschaftsmagazin der Wiener Stadtzeitung FALTER. Es erscheint mit Unterstützung des Bundesministeriums für Wissenschaft und Forschung fünf mal jährlich. Seit 2007 auch als Blog auf falter.at. weiter »

Wissenschaftskommunikation. Wie bitte, was? (2/13)

Beilage zu FALTER 22/13

HEUREKA Ausgabe 2/13 als e-Paper lesen

Kommentar: Wissenschaftliches Publizieren

Kommunikation ist in der Wissenschaft genauso wichtig wie der Erkenntnisgewinn an sich. Schlaue Einsichten oder bahnbrechende Beobachtungen werden erst dann zur Wissenschaft, wenn sie der Community zur Kenntnis gebracht wurden. Da die modernen Wissenschaften ein weltweites Phänomen sind, sind auch die Prinzipien des wissenschaftlichen Publizierens in Europa dieselben wie in Amerika oder Asien. Allerdings gibt [...] weiter »

Editorial

Weil ja bei vielen Zeitgenossen der Wunsch nach geordneten Verhältnissen herrscht und ein seltsames Sehnen nach Regimen aufkommt, die eine „ordentliche Beschäftigungspolitik“ machen, setze ich gern eine kurze Information über eben jenes Regime hin, das vielen unter uns offenbar immer noch am Herzen liegt. Sie soll auch ein bisschen Licht in deutsche Geldverhältnisse bringen. Das [...] weiter »

Kopf im Bild: Signale der Zelle verstehen

Manuela Baccarinis Forschungsgruppe an den Max F. Perutz Laboratories, einem Joint Venture der Uni Wien und der MedUni Wien, hat einen neuen Mechanismus entdeckt, über den zwei Signalwege zur Steuerung von Zellwachstum und -überleben miteinander verknüpft sind und reguliert werden. „Unsere Arbeit zeigt, dass Botenproteine in der Zelle mehr Funktionen haben können, als man früher [...] weiter »

Jungforscherinnen

Diese DoktorandInnen forschen im Rahmen des PhD-Programms des IMP (Forschungsinstitut für Molekulare Pathologie) an grundlegenden Fragen der Biologie. Johannes Grießner, 24, IMP und MedUni Wien „Emotionen sind vielleicht der fundamentalste Teil unseres Selbst“, sagt Johannes Grießner. „Und immer noch ist unklar, wie Psychopharmaka, die wir einsetzen, um Emotionen zu steuern, neuronale Schaltkreise im Gehirn beeinflussen.“ [...] weiter »

Mit der Beweistheorie aus der Logik in der Mathematik das Unendliche darstellen

Der Brückenschlag zwischen Mathematik und Informatik lag bei Stefan Hetzl nahe. „Schon als Kind hat mich die virtuelle Welt der Computer fasziniert“, erzählt der 31-Jährige, der zunächst an der Wiener TU Informatik studiert hat. Weil er dabei aber bald feststellte, dass ihn die Theorie am meisten anzog, hängte er noch ein Mathematikstudium in Wien und [...] weiter »

Sinn und Bewegung: Die Symbolwirkung des globalisierten Sports auf die Gesellschaft

Meine Position ist die des Praktikers, der seine philosophische Grundausbildung während seiner Tätigkeit als Trainer, Sportmanager und Sportpolitiker nicht an den Nagel eines pragmatischen Zeitgeistes hängen wollte. Doch stößt Ambivalenz angesichts der kommerziellen Durchdringung des Sports bestenfalls bei kritischen Journalisten oder außenstehenden Beobachtern auf Interesse. Oft fühlt man sich als Spielverderber und irritiert eine verschworene [...] weiter »

Versagt der Diva Stimme, ist Östrogen im Spiel

Und bei älteren Männern? Testosteron hat keine Wirkung auf die Stimme – das Östrogen im Manne aber schon. Tagtäglich benutzen wir unsere Stimme. Wir schreien, flüstern oder hauchen Wörter und geben dabei auch unsere psychische Verfasstheit preis. Wie sie klingt, hängt von vielerlei ab und wandelt sich im Laufe des Lebens. Die Sexualhormone, vor allem [...] weiter »

Kinder gestresster Rothorn-Mütter wachsen schneller

Das Gemeine Rothörnchen lebt in den Wäldern Nordamerikas und sieht den hiesigen Eichhörnchen ähnlich. Wenn es im Wald gerammelt voll wird, haben schwangere Rothörnchen das Blut voller Stresshormone. Davon bekommen offensichtlich auch ihre Jungen in der Gebärmutter etwas ab, denn sie beeilen sich nach der Geburt mit dem Großwerden. Das erhöht ihre Chancen, trotz großer [...] weiter »

Neues Förderungsprogramm für Doktoranden an der Universität Wien: uni:docs

Für eine wissenschaftliche Karriere braucht es einen langen Atem und eine starke Motivation. Gut also, wenn eine Förderung für ambitionierten Nachwuchs genau da ansetzt, wo Forscherpersönlichkeiten es wirklich brauchen können: bei ihren individuellen Interessen und dem ökonomischen Background, um ihrer wissenschaftlichen Neugierde bei der Doktorarbeit ungebremst nachgehen zu können. Auf diese Weise will das neue [...] weiter »

Brief aus Brüssel

Die EU-Kommission hat dieser Tage verkündet, dass sie das Leben der europäischen Bürger vereinfachen möchte, und zwar, indem Dokumente (Geburts-, Heiratsurkunden oder Meldezettel) künftig EU-weit anerkannt werden. Vielleicht soll es irgendwann sogar standardisierte, mehrsprachige Formulare geben, die nationale Urkunden ersetzen. Eine Neuregelung der Dokumente. Das mag auf Anhieb nicht besonders sexy klingen, auch könnte der [...] weiter »

„I do this because I like it“

Timothy Taylor, Professor für Urgeschichte des Menschen an der Uni Wien, und sein weibliches Alter Ego Krisztina Tautendorfer. Im Elfenbeinturm wird man Timothy Taylor, Urgeschichteforscher und Gendertheoretiker, bestimmt nicht antreffen. „Wenn ich über die Kunst und das Theater des Paläolitikums rede, liegt es für mich nahe, selbst auch Theater und Kunst zu machen“, erklärt er [...] weiter »

Münz’ und Kunst machen Geschichte anschaulich

Im Münzkabinett des Kunsthistorischen Museums ist eine bemerkenswerte Schau zu sehen. Münzen üben auf Sammler wie Forscher eine besondere Faszination aus. Im Internet bestehen Foren, wo sich Sammler, Händler und Numismatiker austauschen. Fotos von Münzen werden online gestellt und oft folgt eine fachkundige Antwort, meist sogar inklusive geografischer und zeitlicher Angaben. Für viele Laien mutet [...] weiter »

Wissenschaftskommunikation – Der Countdown zum Thema

400 000 Aufrufe pro Monat hat der erfolgreichste Wissenschafts-Blogger im deutschsprachigen Raum, Florian Freistetter. Der österreichische Astronom und Heureka-Kolumnist (Seite 21) gewann 2012 den Deutschen IQ-Preis. 300 000 Interessierte werden Ende Juni bei „Effekte“, dem Festival der Wissenschaft, in Karlsruhe erwartet. Wissenschaftsfestivals boomen in Deutschland. 100 000 Menschen besuchten im letzten Jahr Österreichs größtes Wissenschaftsereignis, [...] weiter »

Boulevard und Wissenschaft verbinden

Die Kommunikationswissenschafterin Corinna Lüthj über Wissenschaftskommunikation. Wir haben einen Overkill an Wissen: Je mehr wir wissen, desto mehr wissen wir, was wir nicht wissen und desto unsicherer werden wir“, sagt Corinna Lüthje von der Universität Hamburg. Man müsse überlegen, was verstärkt in die Öffentlichkeit transportiert werde und was nicht. „Das betrifft vor allem Gesundheitskommunikation und [...] weiter »

Schreiben ist wie ein Schnitzelrezept zu lernen

Eva Müller, Trainerin für wissenschaftliches Schreiben, coacht Wissenschafter beim Verfassen von Publikationen. Wissenschaftliches Schreiben in Naturwissenschaften und Medizin heißt das aktuelle Buch der Biologin, die selbst zehn Jahre wissenschaftlich gearbeitet hat. Sie sieht sich mit einem „rätselhaften Knackpunkt“ konfrontiert: Die Universitäten bieten jungen Wissenschaftern meist keine Hilfestellung beim Schreiben. „Forschen hängt aber mit Publizieren zusammen, [...] weiter »

Freihandbibliothek. Buchtipps von Emily Walton

Wenn Kühe mit dem Schweif wedeln Es steckt mehr hinter dem Schweifwedeln einer Kuh: Diese Bewegung drückt wie viele andere Bewegungen von Mensch und Tier eine Emotion aus. Das ist heute keine neue Erkenntnis mehr. Doch als Charles Darwins Theorien im späten 19. Jahrhundert publiziert wurden, waren sie revolutionär und grundlegend für weitere Forschungen. Noch [...] weiter »

Haidingers Hort der Wissenschaft

Schon einmal hat der Autor an dieser Stelle das Bild vom Erbonkel bemüht, den es gilt, mit kluger Vorgangsweise zufriedenzustellen. Erben ist ja einem Gerücht zufolge hierzulande die einzige Möglichkeit, zu nennenswertem Vermögen zu gelangen, was einiges an Opfern erfordert. Nicht nur Donald Duck muss an seinem Altvorderen Dagobert bitter erfahren, dass der grantige Erboheim [...] weiter »

Wissenschaftskommunikation

Wenn wissenschaftliche Erkenntnisse heutzutage für Furore sorgen, dann nur mehr selten in der Form eines Buches. „Journals“, also wissenschaftliche Fachzeitschriften, haben das Buch im innerwissenschaftlichen Diskurs verdrängt. Verlage machen mittlerweile gute Geschäfte durch den Verkauf einzelner Artikel über das Internet. Wissenschaftsverlage kassieren ab „Bücher zählen nicht mehr. Online sucht man nach einzelnen Schlagwörtern. So verschwindet [...] weiter »

Mit Handkuss finanziert bekommen

Berühmte Wissenschafter wie Josef Penninger haben PR-Agenturen, weil sie sonst zu selten in Medien vorkommenen. Wissenschaftsjournalisten kommen mit ihren Storys zu wenig zum Zug. Laut einer deutschen Medienanalyse rangieren Health-Science-Themen an zweiter Stelle in der Beliebtheit beim Medienpublikum, weit vor Kultur und Politik, aber deutlich hinter Sitcoms, Soap Operas und Gossip. Für den Molekularbiologen Josef [...] weiter »

Sparkling Science und zitternde Vortragende

Beispiele für Kommunikation über die Wissenschaft, Vergnügen eingeschlossen. Sie müssen schon ins Fernsehen, sonst haben Sie mit Mathematik keine Chance“, lässt der Mathematiker Rudolf Taschner ganz nebenbei in seinem Vortrag „Zwei Ziegen und ein Auto“ fallen, während er ein Wahrscheinlichkeitsproblem sehr anschaulich erklärt. Ich selbst wollte eigentlich nur kurz in den YouTube-Kanal von „math.space“ reinschnuppern, [...] weiter »

Wissenschaftskommunikation: Das Glossar

Blog Weltweitwebtagebuch, das vermehrt auch von Wissenschaftern für interessierte Laien geführt wird. Sie berichten hier etwa über ihre Forschungen, diskutieren populäre Themen (so erklärten Astronomen im Vorjahr ausdauernd, warum die Welt am 21. 12. 2012 nicht untergehen wird) und kommentieren aktuelle Geschehnisse. Man konnte zum Beispiel kurz nachdem im Februar ein Meteorit über der russischen [...] weiter »

Was auf die Felder kommt, ist sakrosankt

Josef H. Reichholf wurde 1945 in Aigen am Inn geboren. Der Zoologe, Evolutionsbiologe und Ökologe war bis 2010 Leiter der Wirbeltierabteilung der Zoologischen Staatssammlung München und Professor für Ökologie und Naturschutz an der TU München. Er ist unter anderem Präsidiumsmitglied des deutschen WWF. Unter seinen zahlreichen Publikationen wurden „Eine kurze Naturgeschichte des letzten Jahrtausends“ und [...] weiter »

Freistetters Freibrief: Zeit – wofür?

Kommst du da überhaupt noch dazu, deine wissenschaftliche Arbeit zu machen?“ „Ist das nicht ein bisschen Zeitverschwendung, was du da machst?“ Solche und ähnliche Kommentare kann man sich als Wissenschafter von seinen Kollegen leicht einhandeln, wenn man sich allzu intensiv mit der Öffentlichkeitsarbeit beschäftigt. Öffentlichkeitsarbeit wird leider immer noch viel zu oft als etwas angesehen, [...] weiter »

Was Ende bleibt

Bücher: verboten, verboten! Am Anfang war das Wort und das Wort wurde von der katholischen Kirche verwaltet, die 1559 zu diesem Behuf den „Index librorum prohibitorum“ erfand. Der „Index“ blieb bis 1966 gültig. Prominente Namen auf der Bestenliste der römischen Verbote: Von Balzac bis Simone de Beauvoire. Im Grund ging es um dasselbe Problem, das [...] weiter »

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