Energiewende – oder was? Der Countdown zum Thema

420 000 000 Euro Umsatz erwirtschaftete die
heimische Solarthermie-Branche im Jahr 2010 laut dem Bericht „Innovative Energietechnologien in Österreich – Marktentwicklung 2010“ des BMVIT.

1 172 905 österreichische Haushalte nutzten 2009/2010 den Energieträger Holz. Solarwärme wurde von 360 671 Haushalten verwendet. Laut Statistik Austria lag Solarwärme damit jedoch noch vor anderen Erneuerbaren wie Wärmepumpe, Hackschnitzel oder Pellets.

287 149 Terajoule Energie verbrauchten die heimischen privaten Haushalte im Jahr 2010. Der Energie-
verbrauch stieg gegenüber dem Vorjahr um 8, 8 Prozent stark an und erreichte laut Energiebilanz den bislang höchsten Wert.

180 000 Kilowattstunden Strom produziert die Photovoltaik-Anlage am ehemaligen Atomkraftwerk Zwentendorf. Mehr als 30 Jahre nach der Volksabstimmung wird die Anlage heute doch noch zur Erzeugung von Strom genutzt.

7480 Megawatt Strom sollen die heimischen Pumpspeicherkraftwerke ab 2020 liefern. Derzeit liegt die Leistung der bestehenden Anlagen bei rund 2700 Megawatt. Der massive Ausbau soll eine kontinuierliche Einspeisung von Strom auch über nationale Grenzen hinweg gewährleisten.

1400 Meter Seehöhe: So hoch liegt die Windturbine Plöckenpass in Kärnten. Die höchstgelegene Anlage Europas befindet sich im Schweizer Kanton Wallis auf einer Seehöhe von 2465 Metern.

1200 Quadratmeter Sonnenkollektoren werden am Dach des Wiener Hauptbahnhofs installiert. Die gewonnene Energie entspricht dem Strombedarf von 30 Einfamilienhäusern und soll zur Beleuchtung des Bahnhofs verwendet werden.

500 bis 10.000 Euro betrugen die Summen, mit denen sich 46 Personen an der Bürgersolaranlage „Bregenz Bauhof“ beteiligten. Sie erbringt eine Leistung von 39 Kilowatt peak. Immer mehr Bürgersolaranlagen wurden in den letzten Jahren in Österreich errichtet. Mit einer Leistung von 500 Kilowatt peak zählt die Anlage „Wien Donaustadt“ zu den größten.

380 Kilovolt elektrische Spannung fließen durch eine der wichtigsten Hochspannungsleitungen Österreichs. Der „380-kV-Ring“ verbindet mehrere Bundesländer miteinander, ist aber nicht durchgängig geschlossen. Ein koordinierter Ausbau der nationalen und eine bessere Vernetzung der europäischen Stromnetze ist laut Experten für die künftige Energiesicherheit Europas notwendig.

300 Waschgänge pro Jahr à 0,7 bis 1,5 Kilowattstunden Strom –
soviel verbrauchen moderne Waschmaschinen mit einer hohen Energieklasse. Auf über 3,5 Kilowattstunden kommen Geräte der Klassen E bis G. Mit einer ökonomischen Waschmaschine spart ein Haushalt ca. 600 bis 800 Kilowattstunden jährlich. Energiesparmaßnahmen sind ein wichtiges Standbein der Energiewende.

92 Stromtankstellen gibt es im Großraum Linz. Innerhalb von drei Jahren wurde die Kapazität von anfangs zwölf mehr als versiebenfacht. Auch im Wohnungsneubau wie dem Projekt „Grüne Mitte Linz“ setzen die Stadt und der Energieversorger auf E-Mobilität. Schon bei der Planung werden Stromtankstellen in Tiefgaragen mitgedacht.

30 Minuten ohne Strom pro Abnehmer und Jahr. Damit liegt Österreich im Europavergleich am dritten Platz. Durch den steigenden Stromverbrauch und die Energiewende warnen Experten, dass die Stromnetze in Spitzenzeiten an ihre Kapazitätsgrenzen stoßen und es
öfter zu „Blackouts“ kommen könnte.

1,3 Prozent des heimischen Wirtschaftsdüngeranfalls werden derzeit in Ökostromanlagen genutzt. Das Potenzial ist allerdings weit
höher. Die Produktion von erneuerbarer Energie aus (landwirtschaftlichen) Reststoffen reduziert u.a. die Treibhausgasemissionen der Landwirtschaft.

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