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| "Es ist eh nur ein Krimi" |
| LITERATUR Wolf Haas jüngster Krimi "Wie die Tiere" spielt unter Wiener Menschen- und Hundemördern.Der "Falter" sprach mit dem erfolgreichen Autor über dessen Vergangenheit als Werber, über eine Witzfigur der FPÖ, über das Ableben von Detektiv Simon Brenner und über die Sexyness von Zahnlücken. KLAUS NÜCHTERN |
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Als Treffpunkt schlägt Wolf Haas das Cafe Awawa im Augarten vor. Man hat dort seine Ruhe und
einen schönen Blick auf den Flakturm, das Epizentrum des jüngsten, Ende Juli
erscheinenden Simon-Brenner-Krimis "Wie die Tiere". Detektiv Brenner sucht um
Frühpensionierung an und muss sich einiges gefallen lassen, bevor er dem Tod noch einmal
entgeht, der ihn dann im nächsten und letzten Brenner-Krimi vielleicht endgültig ereilen
wird. Neben dem dreisten Action-Finale auf dem Flakturm besticht "Wie die Tiere" durch
Haas viel gepriesene, "durchkomponierte, artifizielle Alltagssprache" (Franz Schuh)
und den durch sie generierten Witz. Nach "Auferstehung der Toten" (1996), "Der Knochenmann" (1997), "Komm, süßer Tod" (1998) und "Silentium!" (1999) ist "Wie die Tiere" der nunmehr fünfte Roman, in dem Brenner ermittelt. In der Verfilmung "Komm, süßer Tod" von Wolfgang Murnberger wird er von Josef Hader verkörpert. Bevor Wolf Haas zum Erfolgsschriftsteller wurde, war er erfolgreicher Werber. Und kam damals sicher auf einen besseren Stundenlohn. Bislang erschienen seine Romane als Taschenbücher, die Tantiemen pro verkauftem Exemplar betrugen 50 Pfennig. Nachdem die rororo-Thrillerreihe aufgelöst wurde, erscheint der jüngste Roman des 40-jährigen, aus Maria Alm stammenden Haas erstmals im Hardcover - was die Verdienstchancen doch um einiges steigert. |
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Falter: Verglichen mit der Schriftstellerexistenz hat ein Werber doch sicher
eine höhere Cash-per-Word-Rate? Wolf Haas: Natürlich verdient man viel Geld, aber eben um den Preis, dass dir alle dreinreden. Alle sind frustriert. Haben Sie "39,90" gelesen, Frederic Beigbeders "Skandalroman" über die Werbewelt? Ich habe mir eine Lesung angehört und war ziemlich enttäuscht. Diese schulaufsatzhafte Werbekritik mit dem Impetus "Jetzt sag ichs euch einmal" fand ich ziemlich schwach. Beigbeder vertritt jedenfalls die Meinung, dass die erste Idee immer die beste ist, man sich aber lange Zeit lassen muss, damit es nach schwerer Arbeit aussieht. Man darf jedenfalls nie gleich sagen, welchen Vorschlag man selbst für super hält. Die Lust am Abschießen ist so groß, dass man die zwei, drei Tage lang mit anderem füttern muss. Außerdem müssen Vorgesetzte ja auch ihren eigenen Job legitimieren. Das ist total wichtig! Es gibt ja auch genug Verantwortliche, bei denen keiner merkt, wenn die drei Monate auf Urlaub gehen. Hat man eigentlich selbst ein sicheres Gespür dafür, ob man einen guten Slogan gefunden hat? Man hat ja selten etwas richtig Gutes. Wenn ich etwas hatte, habe ich es auch gewusst. Dass Gefährliche ist, dass man gar nicht mehr macht, was man selber für am besten hält, sondern das, von dem man annimmt, dass es jemand anderer für gut hält. Da wirds dann total mittelmäßig. Neben "Ö1 gehört gehört" stammt auch noch "Lichtfahrer sind sichtbarer" von Ihnen und hat uns alle unsagbar genervt. Man kriegte es nicht mehr aus dem Schädel. Diese nervende Stimme war meine - ich habe den Spot selber gesprochen. Weiß man in der Werbung überhaupt, was man tut? Die Werbung ist ein typisches Post-Rationalisierungsgewerbe: Man probiert was, erzielt irgendeinen Effekt und erklärt anschließend, dass man es genau deswegen gemacht hat. Gibt es überhaupt Methoden, um den Erfolg zu messen? Ja, aber gerade die sind bei den Agenturen unbeliebt. Die so genannten "guten" Werbungen sind nicht unbedingt die, die gut abschneiden - das ist dann die Frau, die vom Magnum abbeißt. Man macht also Werbung weniger fürs Publikum als für die Insider und Konkurrenten? Genau. Dafür gibts dann Preise. Man sagt doch oft: Es gibt da diesen tollen Sekt-Spot, in dem lauter Magritte-Bilder vorkommen. Aber kein Schwein kann sich erinnern, für welche Marke der wirbt. Das war Hochriegel, vor zehn Jahren. Mein erster Werbefilm. Mit dem habe ich mich in der Werbebranche etabliert. Ich wusste nicht, dass Sie auch Filme gemacht haben. Das ist natürlich maßlos übertrieben. Man muss halt Drehbücher schreiben. Und wie kamen Sie dazu, Krimis zu schreiben? Es war eine Art Entlastungsschlag: Scheiß di ned an, is eh nur ein Krimi. Das hat aber auch nur funktioniert, weil ich gar nicht wusste, dass es eigentlich einige sehr lässige Krimis gibt. Offenbar lähmt mich dieser Künstlerdünkel sehr. Mir tut es sehr gut, wenn ich sagen kann: Is eh nur a Werbung. Und doch sind Sie einer der wenigen österreichischen Literaten, die sowohl populär sind als auch hohen lierarischen Ansprüchen genügen. Elfriede Jelinek hat Sie ja auch in ihr Lesebuch aufgenommen. Ist das wichtig? Es tut schon gut und wäre maßlos deppert, das nicht zuzugeben. Ihre Bücher sind in einer Thriller-Taschenbuchreihe erschienen. Ist die literarische Qualität von Anfang an erkannt worden? Von der Kritik schon, obwohl es von den ersten zwei Büchern fast keine Rezensionen gab. "Komm, süßer Tod" war eindeutig der Durchbruch, was mir von meinem Lektor auch prophezeit worden war. Ich habe das Manuskript zu "Auferstehung der Toten" unverlangt eingesandt, und der Verlag meinte, sie machen das nur, wenn ich mindestens drei Krimis schreibe. Im Verlagsgeschäft gilt die Regel, dass man einen Autor eigentlich erst mit dem dritten Buch durchsetzt. Sie haben ja vor Jahren einmal eine Art Hans-Krankl-Rollenprosa für den "Falter" geschrieben. Ja, 1990, als ich nach Wien gekommen bin. Das war überhaupt mein erster publizierter Text. Und dann gabs ein schmales Werk im Selbstverlag. Das war eine Rettungsfahrergeschichte, die ich dann später zu "Komm, süßer Tod" umgebaut habe. Eigentlich bin ich ja genau das Gegenteil von der Figur, als die ich mittlerweile in den Medien erscheine: Irgendwelche Literaten mühen sich jahrelang ab, und dann kommt dieser Werber und hat sofort Erfolg. In Wirklichkeit war ich genauso ein Literat, der nirgends genommen wurde und deswegen in die Werbung gegangen ist - nach dem Motto: Wenigstens das werde ich ja noch können. Es gibt die schöne Formulierung: "Dem ist der Knopf aufgegangen." Ich stellte mir vor, dass es bei Ihnen mit den Brenner-Krimis auch so war. Ja. Das hat in dem Moment funktioniert, in dem ich als Werber so erfolgreich war, dass ich mir nichts mehr beweisen musste. Auch mein zweijähriger Aufenthalt in Wales war, obwohl ich mich durchgehend unglücklich fühlte, kulturell sehr erfrischend. Es ist zwar einer der meistzitierten Gemeinplätze, dass E und U in Großbritannien nicht so streng getrennt sind, aber es stimmt trotzdem. Die Werbungen, die ich dort gesehen habe, waren um so viel besser. Sind Sie als Leser anglophil? Nein. Mir sind diese Gschichtenerzähler dann doch zu "trivial". Da wird mir bald fad. Wer mir schon taugt, ist Julian Barnes: Ein bissl pervers muss ein Autor schon sein, damit er mir gefällt. Die angloamerikanischen Autoren gelten gemeinhin als recherchefreudig. Wie ist das bei Ihnen? Ich recherchiere nicht gar so viel. Oft ist es sogar so, dass ich Komplimente für meine gute Recherche bekomme, obwohl ich das erfunden habe. Ich wähle allerdings immer Milieus, in denen ich mich auskenne. Woher haben Sie Ihr Wissen über Grillhendlstationen, das die Grundlage für den "Knochenmann" bildet? Es geht da eher um Erinnerungen an die Kindheit. Ich bin in Salzburg auf dem Land aufgewachsen. Und wenn wir die Oma in der Steiermark besucht haben, ist mir aufgefallen, dass das Essen so wichtig war - viel wichtiger als im Pinzgau. Für mich war das schon so eine Erfahrung des Südens: Die ganze Verwandtschaft frisst. Es gibt eine schöne Anekdote über Alfred Hitchcock, der in den Niederlanden drei Windmühlen sieht, von denen sich aber nur zwei bewegen; worauf er die berühmte Szene in "Foreign Correspondent" gedreht hat, in der jemand ins Mahlwerk der Windmühle gerät und diese dadurch zum Stehen bringt. Denken Sie auch so? In "Wie die Tiere" gibt es da zum Beispiel das vermauerte Fenster im Flakturm. Das gibt es auch tatsächlich, und ich freue mich diebisch über meine Behauptung, es sei im Nachhinein vermauert worden. Als mich Rowohlt um ein Konzept zu einer Serie gebeten hat, bin ich gleich etwas großspurig aufgetreten und habe geschrieben, dass jeder einzelne Roman aus dem Ort heraus entstehen soll, in dem er spielt. So hat es sich im Nachhinein auch als sehr praktisch erwiesen, dass ich dem Brenner schon im ersten Buch die Wohnung weggenommen habe und er immer seinen Fällen hinterherreist. Und was war die auslösende Idee für Ihren jüngsten Roman? Meine Exfreundin hat mir fast mit Tränen in den Augen erzählt, wie schlimm es ist, dass die Kinderspielplätze zugeschissen werden. Ich verwende ja sehr gerne ganz alltägliche Konflikte, zugleich fürchte ich mich selber vor Hunden. Die Frage: Hunde oder Kinder ... ... ist für mich privat sehr einfach zu beantworten. Aber im Buch habe ich mich schon recht bemüht, mir nicht den billigsten Gegner auszusuchen. Deswegen war es mir wichtig, neben der wolllüstigen Verarschung anderer auch das eigene Milieu zu verarschen: Alle meine Freunde haben ihre Kinder in Montessori-Kindergärten und Waldorf-Schulen. Ich hab zwar keine Kinder, aber ich bin halt auch so einer. In diesem Zusammenhang haben Sie das schöne Wort "Kampfmütter" erfunden. Ja, ich warte noch drauf, dass ich dafür einmal eine Watschn krieg. Ich finde es aber auch schön. Jetzt haben wir also die Hunde und die Kinder. Wie ist die Geschichte in Ihrem Kopf in Gang gekommen? Meine Handlungen folgen oft sehr manierierten Strategien, ergeben sich oft aus einzelnen Wörtern. Den Brenner habe ich das Ansuchen um Frühpensionierung nur deswegen stellen lassen, weil mir die Idee gefallen hat, dass ein Detektiv, der Fälle untersucht, selber untersucht wird. Ein Wortspiel spielt letztlich auch für die Lösung des Falls eine zentrale Rolle. Ja, aber da muss ich immer aufpassen, dass ich nicht übertreibe. Ich kann es auch verstehen, wenn das jemand für eine Wichserei hält. Es gibt in Ihrer Sprache eine starke Mündlichkeit, zugleich ist sie hochartifiziell. Sind Sie jemand, der Formulierungen und Dialekte sammelt und notiert? Überhaupt nicht. Meine Geschichten sind in dem Sinne autobiografisch, dass ich mich in die Sprache meiner Herkunft zurückschwindle. Ich bin ja ein Sozialaufsteiger vom Land, also in gewisser Weise entwurzelt. Und daran arbeite ich mich ab. Aber als Pinzgauerisch kann man Ihre Sprache nicht identifizieren. Nein, das wäre mir total unangenehm, wenn das so ins Dialektpflegerische und Folkloristische ginge. Oft bemühe ich mich sogar absichtlich, das nicht zu österreichisch zu machen und schreibe "kein Bein ausreißen" statt "keinen Haxen ausreißen" - und werde dann von Lesern dafür kritisiert. Mir gefällt gerade das Gespreizte, das auf diese Weise entsteht. Eine geniale Umschreibung für "Zuhälter" habe ich in Ihrem jüngsten Roman kennen gelernt: Jemand habe "seine Ausbildung in Hamburg genossen". Das Buch ist noch nicht einmal im Handel, und Sie sind schon der Vierte, der mich auf diesen Satz anspricht. Für mich war das keine Wuchtel, sondern eine ganz normale Prosastelle. Als ich das bei der Vertretertagung von Rowohlt vorgelesen habe, sind die niedergebrochen! Einer meiner liebsten Sätze handelt von der Lücke zwischen den Schneidezähnen von Conny: "Mein lieber Schwan, mit diesem halben Millimeter hat sie den Brenner wirklich am falschen Fuß erwischt." Das ist auch eine von meinen Lieblingsstellen. Wie sexy Schneidezahnlücken sind, ist ja umstritten. Sie sind wohl eher pro? Extrem! Das ist eine der Stellen, an denen der Erzähler die Meinung des Autors wiedergibt. Meine Schneidezähne stehen allerdings übereinander. Was hat denn eigentlich der Erzähler für ein Geschlecht? Für mich ist es schon ein Mann. Als ich während des Drehens von "Komm, süßer Tod" Wolfgang Murnberger einmal vorgeschlagen habe, den Erzähler von einer Frau sprechen zu lassen, meinte er: "Nein, das ist Regietheater." Im Grunde ist der Erzähler natürlich die Hauptfigur und der Brenner so etwas wie sein Schatten. Während der Brenner autistisch ist und nur schlecht kommunizieren kann, vertraut der Erzähler darauf, dass er alles weiß und erzählen kann. Seine hysterische Dauerpräsenz wird auch immer schon im ersten Satz einbetoniert: Ob das nun "bei uns" in Zell ist oder in der Steiermark oder jetzt eben in Wien, wo es gleich heißt: "Jetzt ist schon wieder was passiert." Der Erzähler macht sich auch ganz gern ein bisschen über den Brenner lustig - besonders, was dessen Verhältnis zu den Frauen betrifft. Dadurch entsteht eine komische Art von Realismus: Indem der Erzähler Stellung gegenüber dem Brenner bezieht, impliziert das, dass es den wirklich gibt. Oft übertreibe ich absichtlich, sodass sich der Leser sagen muss: Das glaub ich jetzt nicht mehr. Aber dadurch, dass der Erzähler von der Existenz Brenners überzeugt ist, lässt man es sich dann doch auf die Nase binden. An einer Stelle gibt es den schönen Satz: "Er bindet es ihm laut und deutlich auf die Nase." Ich habe den Eindruck, dass es da nicht darum geht, im Karl-Krausschen Sinne Sprachkritik zu betreiben und eine Jargon zu entlarven, sondern eher um die Poesie der Katachrese: der Stilbruch als schöne Kunst betrachtet. Mir gefällt an meinem Erzähler, dass er Blödsinn reden darf, ohne dass er vorgeführt wird. Man weiß auch nie ganz genau, ob der Schwachsinn, den er von sich gibt, vom Autor ironisiert wird. Man kann diese Sätze keiner in sich konsistenten Mentalität zuschreiben. Insofern geht es auch völlig gegen einen psychologischen Realismus. Es ist jedenfalls nicht so wie beim "Herrn Karl", der ganz eindeutig satirisch entlarvt wird. Eine Ausnahme gibt es schon: den Hojac. Ein schmieriger Rechtsanwalt, der dann auch ziemlich übel zugerichtet wird und an dem eine wunderbare Phänomenologie des Feisten entwickelt wird. Eigentlich habe ich mir immer gedacht, dass ich nie eine FPÖ-Anspielung verwenden werde, weil man sich damit so als derjenige positioniert, der auf der richtigen Seite steht. Was mir aber doch gefällt, ist, dass er einfach eine Witzfigur ist - das finde ich adäquat. Wie wichtig ist Ihnen der Plot? Ist der nur ein Vorwand? Nein. Ich entwickle schon den Ehrgeiz, einen Krimi zu schreiben, der als solcher anerkannt wird. Es gibt ja auch das entsetzliche Genre des "Mehr-als-ein-Krimi", wo unter dem Vorwand des literarischen Anspruchs, die ganze Handlung ins Leere läuft. Ja, schrecklich. Das wird dann immer eine surreale Kacke. Wie kommen Sie denn mit dem Plot voran? Hanteln Sie sich von A nach B? Nein. Ich überarbeite das sehr oft und setze hunderttausend Schnipsel zusammen. Nachdem ich relativ schnell eine Rohversion geschrieben habe, lasse ich die einige Monate liegen. Man muss respektlos gegenüber der eigenen Geschichte werden. Wie ist es eigentlich, gemeinsam mit seinem Detektiv zu altern? Er ist genau zehn Jahre älter. Ich mag es irrsinnig gern, wenn jemand zehn Jahre älter oder jünger ist: Bei einem Mann spielt die Rivalität nicht eine so große Rolle; wenn es sich um eine Frau handelt, ist sie nicht ein unmittelbares Objekt des Begehrens. Sie interessieren sich nicht für Dreißigjährige?! Mit dreißig habe ich mich nicht für Zwanzigjährige interessiert. Heute schon eher. Der Brenner erschien mir damals jedenfalls als viel älter. Jetzt bin ich bald einmal so alt wie der Brenner im ersten Roman. Wie alt wird der Brenner werden dürfen? Ich schreibe nur noch einen Brenner-Roman. Komischerweise habe ich von Anfang an das Gefühl gehabt, dass ich etwa sechs Romane schreiben werde. Das ist erhalten geblieben. Wird er pensioniert oder ...? Es reizt mich natürlich irrsinnig, mit dieser Erwartungshaltung zu spielen. Wenn ich vorher schon sage, dass es der letzte Roman sein wird, fragt sich natürlich jeder: Stirbt er oder stirbt er nicht? Es würde mich total reizen, ihn sterben zu lassen und ein halbes Jahr später das nächste Buch rauszubringen, als wäre nichts gewesen. Am Schluss müssen Sie noch den Witz aus dem Roman zu Ende erzählen. Er sagt: "Lass es uns wie die Hunde machen", und sie sagt: "Nein". Das wiederholt sich öfter. Schließlich willigt sie ein. Das Ende des Witzes ist dann der letzte Satz des Buches. Lustigerweise kapieren das fünfzig Prozent der Leser und die anderen fünfzig nicht. Ich habe zu den anderen gehört. Danke für das Gespräch. |
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Juli 2001 © FALTER
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