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Tod, Lügen und ein Video
AFRIKANER  Er randalierte und sollte "gebändigt" werden, dann versagte plötzlich sein Herz. Der Tod des 33-jährigen Physikers Cheibani Wague wurde vergangene Woche von den Behörden verdächtig schnell geklärt. Ein dem "Falter" vorliegendes Video und Zeugenaussagen stellen den Fall völlig anders dar. Experten sind fassungslos. FLORIAN KLENK

Falter 30   Originaltext aus Falter 30/03 vom 23.07.2003

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Vergangenen Dienstag hört Markus H., ein Anrainer des Heumarktes, laute Schreie. Es ist Mitternacht, von seinem Fenster aus sieht er hinüber in den Stadtpark. Er verfolgt eine Szene, die ihn zur Videokamera greifen lässt. Im Scheinwerfer eines Polizeiautos liegt ein Afrikaner völlig regungslos am Bauch. Er wird von neun Beamten zu Boden gedrückt. Man sieht, wie ein Sanitäter mit beiden Beinen und ein Polizist mit einem Bein auf dem Afrikaner stehen, während er sich mit der anderen Hand am Rettungsauto abstützt. Man sieht einen Notarzt, der mit beiden Händen in den Hosentaschen herumsteht. Man sieht einen Polizisten, der dem Mann die Füsse fesselt. Man erkennt, wie die Beamten den Mann wie ein erlegtes Tier an den Fußfesseln hochheben und mit dem Kopf nach unten auf eine Bahre legen. Dann fällt der Afrikaner von der Tragbahre auf den Boden. Er wird wieder hochgehoben und abermals mit dem Gesicht nach unten hingelegt. Die gefesselten Füße des Mannes hängen schlaff über der Trage. Nach einiger Zeit wird der Mann endlich umgedreht. Doch sein Kopf fällt leblos zur Seite. Endlich wird er in einen Krankenwagen geschoben. Angeblich soll er dort reanimiert worden sein. Vergeblich. Herzinfarkt, so erzählten einander am Montag die Behörden.

Was bedeuten diese Videobilder?
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Juli 2003 © FALTER
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