Zum Archiv
Flandern ist überall
WIENER FESTWOCHEN Die Niederländer kommen: Der Flame Luk Perceval und der Holländer Johan Simons erobern den deutschen Sprachraum. Beide Regisseure bringen in Wien ihre neuen Inszenierungen zur Premiere; der „Falter“ besuchte sie bei den Proben. WOLFGANG KRALICEK

Falter 17   Originaltext aus Falter 17/05 vom 27.04.2005

  Diese Ausgabe des Falter bestellen

  Informationen über ein Falter-Abonnement

Wer bei den Festwochen heuer nur eine Vorstellung besuchen will oder kann, sollte sich eine Karte für „Oom Vanja“ besorgen. Die Inszenierung aus Antwerpen ist ein kleines Wunder; Anton Tschechows „Onkel Wanja“, diese bittere Komödie über vergeudete Lebenszeit und unmögliche Liebe, haben auch Kenner des Stücks so noch nicht erlebt.
  Das liegt weniger daran, dass die Schauspieler Flämisch (mit deutschen Übertiteln) sprechen und auch Sätze sagen, die nicht bei Tschechow stehen („Ich sitze mein ganzes Leben vor der Glotze!“). Das Wunder der Aufführung besteht vor allem in der enormen Intensität, die sie mit minimalem Aufwand erzeugt: Die Schauspieler, die ununterbrochen alle auf der leeren Bühne sind, sitzen die meiste Zeit in Reih und Glied auf Sesseln und starren in den Zuschauerraum; aber wenn sie einander dann einmal näher kommen, werden Energien frei, wie man sie viel zu selten erlebt im Theater. Wenn zum Beispiel die unglückliche Sonja dem Doktor ihre Liebe gesteht, reagiert dieser ohne Worte und doch unmissverständlich: Er muss kotzen.
  Regisseur Luk Perceval ist vom Erfolg, den seine Inszenierung auch bei Gastspielen außerhalb Belgiens hat, etwas überrascht: „Für mich ist das eine Art flämischer Mikrokosmos, eine fast autobiografische Aufführung, weil sie so nah an den Menschen ist, die ich kenne. Und ich hätte nicht erwartet, dass das in Paris, Berlin oder München eine so große Wirkung haben kann.“ Sieht so aus, als wäre Flandern überall. Menschen sind wir sowieso alle, und in Tschechows Losern erkennen wir uns wieder. „Das Geniale an seinen Stücken ist, dass die Figuren zwar alle Arschlöcher sind, aber sehr sympathisch“, meint Perceval, der fast alle Tschechow-Stücke schon inszeniert hat. „Vielleicht liegt das Geheimnis dieser Inszenierung darin: Weil alle Figuren immer auf der Bühne sind, hat man Zeit, für jede Sympathie zu entwickeln.“
  Das Gespräch mit Luk Perceval findet in einer Berliner Lagerhalle statt, die die Schaubühne als Probebühne angemietet hat. Hier probt Perceval gerade an dem Stück, das bei den Festwochen zur Uraufführung kommen wird. Es heißt „Turista“ und markiert einen Wendepunkt in seiner Karriere. Ab kommender Saison wird Perceval als Hausregisseur an der Schaubühne arbeiten; gleichzeitig läuft sein Vertrag als Intendant des Toneelhuis (Schauspielhaus) in Antwerpen aus. „Ich hätte den Vertrag um fünf Jahre verlängern können, aber nächstes Jahr kriegt Antwerpen wahrscheinlich einen extrem rechten Bürgermeister, dann wird es noch schwieriger, dort zu arbeiten. Da habe ich mir die Frage gestellt: Will ich das? Die Antwort war eindeutig nein.“
  Wie beim Abschiedsspiel für einen Fußballer, der ins Ausland wechselt, ist „Turista“ zur Hälfte mit deutschen und belgischen Darstellern besetzt. Ursprünglich hatte Perceval eine aktualisierte Fassung von Gorkis „Sommergästen“ zu inszenieren wollen, aber dann schien ihm das Stück zu altmodisch, und er beauftragte Marius von Mayenburg, den Hausautor der Schaubühne, etwas Neues zu schreiben. Wenn man so will, ist „Turista“ eine Art „Sommergäste“ für Billigtouristen: Die Szene ist ein Campingplatz in Belgien, unweit von Waterloo, wo Napoleon einst seine berühmte Niederlage erlitt. Vier Paare, die aus verschiedenen Gründen in der Krise sind, treffen aufeinander.
  Das Riesenstück – 24 Rollen, 180 Seiten, voraussichtlich an die fünf Stunden Spieldauer – ist spannend gebaut. Der Autor, der mit dem Familiendrama „Feuergesicht“ (1998) bekannt wurde, kombiniert den Effekt einer Zeitschleife mit herkömmlicher Dramaturgie: Einerseits endet jeder der sieben Akte damit, dass ein und derselbe Bub ums Leben kommt; andererseits entwickeln sich die Beziehungen der übrigen Figuren linear weiter. „Das Stück ist fast wie eine Uhr konstruiert!“, schwärmt Perceval.
  Wie in „Oom Vanja“ sind auch in „Turista“ permanent alle Schauspieler auf der Bühne. Beim Probenbesuch in Berlin, vier Wochen vor der Premiere, steht gerade die letzte Szene auf dem Programm. Die Touristen feiern ein Grillfest und spielen dabei Badminton; mit dem Ball werfen sie sich auch die Sätze zu. Bei zwei Dutzend Darstellern, die noch dazu zwei verschiedene Sprachen sprechen, ist es kein geringes Problem, die Dialoge richtig zu timen. Immer wieder verpasst einer sein Stichwort, immer wieder fordert Perceval das Ensemble auf, es „fließen“ zu lassen. Das Federballspiel macht zwar scheinbar alles noch komplizierter, es soll den Schauspielern aber helfen, sich nicht nur auf sich selbst zu konzentrieren. „Wenn wir Auto fahren, sind wir geistig doch auch mit tausend anderen Sachen beschäftigt“, erklärt der Regisseur. „Aber wenn wir schauspielen, sind wir ganz darauf fokussiert – so lernt man das auch auf der Schauspielschule. Das stimmt für mich überhaupt nicht, weil es nichts damit zu tun hat, wie wir leben!“
  Der 48-jährige Luk Perceval hat die deutschsprachige Szene vor knapp sechs Jahren betreten, als bei den Salzburger Festspielen sein Shakespeare-Marathon „Schlachten!“ gezeigt wurde. Die gemeinsam mit dem Autor Tom Lanoye erarbeitete Neufassung des Königsdramen-Zyklus hatte Perceval zuvor mit seiner Truppe in Belgien inszeniert; Frank Baumbauer, damals Intendant des Hamburger Schauspielhauses und Schauspieldirektor in Salzburg, überredete ihn, die zwölf Stunden lange Reise durch den Kontinent Shakespeare nochmals mit deutschen Schauspielern einzustudieren.
  „Schlachten!“ war ein Hit – und der Beginn von Percevals Karriere in Deutschland. Neben seiner Arbeit in Antwerpen hat der Regisseur in den vergangenen fünf Jahren in Hannover, an der Berliner Schaubühne und an den Münchner Kammerspielen inszeniert (sein umstrittener Münchner „Othello“ – in einer deftigen Nachdichtung von Feridun Zaimoglu – wird im Sommer bei den Salzburger Festspielen gezeigt). Auf die Frage, ob es denn nie eine Anfrage aus Wien gegeben habe, kommt eine überraschende Antwort: „Man hat mir die Intendanz des Volkstheaters angeboten. Aber ich will kein Theater mehr leiten.“

Während Perceval sich den Stress des Intendantenjobs nicht mehr antun will, steht dem 59-jährigen Johan Simons diese Erfahrung erst bevor: Im Herbst übernimmt der holländische Regisseur die Leitung des Stadttheaters in Gent. Auch Simons zeigt bei den Festwochen eine Abschiedsvorstellung: „Fort Europa“ ist die letzte Produktion seiner Gruppe ZT Hollandia, die er zwanzig Jahre lang geleitet hat. „Es reizt mich, ein eigenes Theater, eine eigene Stadt zu haben. Außerdem wird Hollandia schon ,Kultgruppe‘ genannt, und wenn man Kult ist, sollte man aufhören.“
  Nach dem Monolog „Zwei Stimmen“ (1999) und der Euripides-Inszenierung „Bakchen“ (2002) ist „Fort Europa“ die dritte Simons-Inszenierung bei den Festwochen. Das Stück, für das der Regisseur erstmals mit dem „Schlachten!“-Autor Tom Lanoye zusammenarbeitet, sollte ursprünglich von afrikanischen und arabischen Einwanderern handeln; aber dann haben Simons und Lanoye festgestellt, dass es nur peinlich werden kann, wenn holländische Schauspieler Marokkaner mimen. Als negatives Beispiel führt Autor Lanoye das Flüchtlingsprojekt „The Children of Herakles“ von Peter Sellars an, das voriges Jahr auch bei den Festwochen gezeigt wurde: „Das war politisch korrekt, hat mich aber überhaupt nicht überzeugt. Zu viel Politik, zu wenig Theater.“
  Bei dem Stück, das jetzt in Wien uraufgeführt wird, handelt es sich um die dritte praktisch vollkommen neu geschriebene Fassung. Es geht jetzt nicht mehr um Menschen, die ins „Fort Europa“ reinwollen, sondern um Europäer, die rauswollen. Das Stück ist in der nahen Zukunft angesiedelt, stellt zugleich aber auch ein europäisches Panorama des 20. Jahrhunderts dar. Eine Stammzellenforscherin träumt vom „neuen Menschen“; ein Mann erzählt aus belgischer Perspektive die Geschichte des Ersten Weltkriegs; ein chassidischer Jude verteidigt sich gegen den Vorwurf, während der Nazibesatzung Juden finanziell und sexuell ausgebeutet zu haben; ein Unternehmer beklagt die wirtschaftsfeindlichen Zustände im heutigen Europa und will nach Argentinien auswandern. Am Ende treten drei alte Huren auf, die aus verschiedenen Gründen raus aus Europa wollen: eine will sterben; eine will ein Kind; die dritte will einen neuen Körper.
  „Das Stück ist wie ein Drache mit sieben Köpfen“, sagt Tom Lanoye. „Im Grunde sind es sieben Monologe, sieben Charaktere, sieben Metaphern. Ich habe noch nie so etwas geschrieben; es ist eine Art verbales Ballett, kein konventionelles Drama mehr. Das habe ich Johan Simons zu verdanken. Ich werde definitiv wieder mit ihm arbeiten – obwohl man viel ändern muss für ihn.“ Simons ist berüchtigt dafür, wenn es sein muss, auch kurz vor der Premiere noch einmal alles umzuschmeißen. Derzeit scheint er aber weitgehend zufrieden zu sein: Immer wieder schallt sein dröhnendes Lachen durch den Raum. Die Proben für „Fort Europa“ finden im holländischen Utrecht statt, in einem leer stehenden Sozialamt. Die Bühne ist ein hässlicher Wartesaal im Stil der frühen Achtzigerjahre; die Digitalanzeige an der Wand zeigt vermutlich seit Jahren sinnlos die Nummer an, die als nächstes an die Reihe kommen sollte. Der Raum ist mit einem Labyrinth aus Plastiksesseln angefüllt, auf dem die Zuschauer sitzen werden, während mitten unter ihnen gespielt wird.
  Das „Hohelied der Zersplitterung“ (Untertitel) ist nicht für eine konventionelle Bühnensituation konzipiert. In Wien wird in der oberen Halle des Südbahnhofs gespielt; dass während der Aufführungen Bahnreisende praktisch durch die Bühne gehen werden, bereitet Johan Simons noch etwas Kopfzerbrechen. Wie man das von ZT Hollandia gewöhnt ist, werden die holländischen Schauspieler in Wien auf Deutsch spielen. Dass das nicht ganz ohne Verluste abgeht, nimmt Simons in Kauf, weil ihm Übertitel ein Gräuel sind: „Wenn man nach oben auf die Übersetzung gucken muss, gibt es nie einen Moment, in dem die Schauspieler und die Zuschauer zusammen sind. Und das ist mir sehr, sehr wichtig.“ Dem thesenhaft-spröden Charakter des Textes versucht der Regisseur mit Musik entgegenzuwirken. Zwei Musikerinnen (Cello, Klarinette) spielen mit; die Schauspieler singen korsische und holländische Volkslieder und eine Bach-Arie.
  Neben der gemeinsamen Sprache (Flämisch und Holländisch gleichen einander wie American und British English) haben Johan Simons und Luk Perceval unter anderem den Erfolg im deutschen Sprachraum gemeinsam. Auch Simons ist hier seit einiger Zeit ein gefragter Regisseur; er hat in Stuttgart, München, Zürich und an der Berliner Volksbühne inszeniert. Seine bisher wohl beste deutschsprachige Arbeit war eine Adaption des Houellebecq-Romans „Elementarteilchen“ am Schauspielhaus Zürich, die im Herbst mit dem Nestroy ausgezeichnet wurde und demnächst beim Berliner Theatertreffen gezeigt wird. Die alljährliche Bestenschau der deutschsprachigen Bühnen findet seit Jahren selten ohne eine Inszenierung von Perceval oder Simons statt.

Was zieht niederländische Regisseure nach Deutschland? Beide schätzen die Sprache und die Ressourcen, die das deutsche Theatersystem mit seinen großen Ensembles immer noch bietet. „In Deutschland darf man noch elitär sein“, findet Johan Simons. „Theater ist für mich kein Massenmedium. Es ist ein Medium, in dem wir über die Masse nachdenken müssen.“ Ähnlich begründet Luk Perceval seinen Wechsel an die Schaubühne: „In Berlin gibt es so viele Theater, da ist man gezwungen, radikal zu sein – und muss nicht Theater für alle machen.“
  Der Erfolg von Simons und Perceval ist ein Treppenwitz der Theatergeschichte: In den Siebzigerjahren haben sie ehrfürchtig nach Deutschland geschaut, wo Regisseure wie Stein oder Zadek die engen Grenzen des Stadttheaters sprengten. Jetzt ist es umgekehrt: Neidisch blicken deutsche Theatermacher auf ihre westlichen Nachbarn, die außerhalb starrer Strukturen ein freieres, lebendigeres Theater entwickelt haben.
  In den frühen Neunzigerjahren haben flämische Künstler wie Jan Fabre oder Jan Lauwers (Needcompany) die europäische Theaterperformance revolutioniert, etwas später betrat der Choreograf Alain Platel („Wolf“) die Tanztheaterszene; jetzt erobern die Niederländer auch die großen Sprechtheater. Ästhetisch haben Simons und Perceval durchaus verschiedene Ansätze: Während Simons eine neue Form des epischen Theaters pflegt und häufig theaterfremde Texte auf die Bühne bringt, versucht Perceval klassischen Theaterstücken neues Leben einzuhauchen. „Ihre Aufführungen sind ganz stark vom Inhalt geprägt, sie haben keine ,Handschrift‘“, sagt Frank Baumbauer von den Münchner Kammerspielen, wo sowohl Perceval als auch Simons regelmäßig inszenieren. Und: „Die Schauspieler reißen sich darum, mit ihnen zu arbeiten.“
  Die im deutschen Theater übliche Trennung zwischen „Regietheater“ und „Schauspielertheater“ greift bei beiden zu kurz: In gelungenen Aufführungen bringen sie radikale Konzepte und großes Schauspiel auf ganz selbstverständliche Weise zusammen. „Ich gehe sehr stark davon aus, was ich am Theater mag – und das sind in erster Linie die Schauspieler“, sagt Luk Perceval. Gut, das könnte jetzt auch Otto Schenk gesagt haben. Wer wissen will, was der Unterschied ist, muss sich „Oom Vanja“ anschauen.

„Fort Europa“: 8. bis 12.5., 21 Uhr, Südbahnhof;
„Turista“: 17. bis 19.5., 19.30 Uhr, MuseumsQuartier (Halle E);
„Oom Vanja“: 31.5. bis 2.6., 19 Uhr, Theater an der Wien;
Karten: Tel. 589 22 22 bzw. www.festwochen.at


FESTWOCHEN-REGISSEURE
Von Kamerun bis Teheran


Neben Luk Perceval und Johan Simons (siehe obenstehenden Artikel) hat das Schauspielprogramm der Wiener Festwochen natürlich noch zahlreiche weitere klingende Regie-Namen zu bieten – darunter einige „Stammgäste“, aber auch etliche Leute, die noch nie in Wien waren. Eine Auswahl.

Bondy, Luc: Der Festwochen-Intendant zeigt – neben zwei Operninszenierungen – seine Pariser Uraufführung der neuen Komödie von Yasmina Reza, „Une pièce espagnole“. 17. bis 19.6., Akademietheater.

Brook, Peter: Der achtzigjährige Regie-Weise erzählt in seiner jüngsten Inszenierung „Tierno Bokar“ eine afrikanische Geschichte über Gewalt und Toleranz. 6. bis 11.5., Ronacher.

Castorf, Frank: Der Chef der Berliner Volksbühne bringt zum dritten Mal bei den Festwochen eine Dostojewski-Dramatisierung auf die Bühne. Nach „Dämonen“ (1999) und „Erniedrigte und Beleidigte“ (2000) ist heuer „Schuld und Sühne“ an der Reihe. 24. bis 27.5., Theater an der Wien.

Graham, Dan: Der US-amerikanische Künstler hat eine satirische Rockoper konzipiert; die Musik zu „Don’t Trust Anyone Over Thirty“ kommt unter anderem von Kim Gordon und Thurston Moore (Sonic Youth). 3. bis 6.6., MQ-Halle G.

Hermanis, Alvis: Der Lette ist derzeit zu Recht einer der gefragtesten Regisseure Europas. Sein Wien-Debüt gibt Hermanis mit seiner gefeierten Inszenierung „Das lange Leben“, in der fast ohne Worte das Leben alter Leute geschildert wird. 22. bis 25.5., MQ-Halle G.

Kamerun, Schorsch: Der Hamburger Punkmusiker (Die goldenen Zitronen) ist seit neuestem auch als Regisseur erfolgreich. Seine erste Wiener Arbeit ist die Uraufführung eines neuen Stücks von Kathrin Röggla: „in der eiszeit“. 8. bis 23.6., Volkstheater.

Koohestani, Amir Reza: Der junge iranische Regisseur ist in der Reihe forumfestwochen ff. mit gleich zwei Inszenierungen vertreten, die zum Teil an einem Abend gesehen werden können: „Amid the Clouds“ und „Dance on Glasses“. 26. bis 30.5., Dschungel Wien.

Maayan, David: Der israelische Regisseur (Akko Theater) lädt das Publikum seines Festwochen-Projekts „Der Mittagstisch“ in Kleingruppen zu Exkursionen durch die Stadt; am Ende kommen alle Besucher an einem großen Tisch zusammen. 28.5. bis 29.6., Treffpunkt Schauspielhaus.

Marthaler, Christoph: Der unvergleichliche Schweizer Musiker und Regisseur inszeniert für die Festwochen „Schutz vor der Zukunft“, ein Projekt über Ausgrenzung und Selektion. 9. bis 22.5., Jugendstiltheater.

Außerdem sind Marthalers beiden meisterlichen letzten Züricher Inszenierungen zu sehen: Büchners „Dantons Tod“ und der Liederabend „O.T. – Eine Ersatzpassion“. 1. bis 5.6., MQ-Halle E.

Valdés Kuri, Claudio: Der mexikanische Regisseur und Theaterleiter gastiert erstmals in Europa. In „¿Donde estaré esta noche?“ behandelt er aber eine europäischen Stoff: die Geschichte der Jungfrau von Orleans. 16. bis 19.5., MQ-Halle G.

Warlikowski, Krzysztof: Der 42-Jährige ist neben Grzegorz Jarzyna der wichtigste polnische Regisseur der jüngeren Generation. In Wien debütiert er mit einer Interpretation der jüdischen Sage vom „Dybbuk“. 22. und 23.5., MQ-Halle E.

Zadek, Peter: Der große alte Mann des deutschen Theaters inszeniert Strindbergs Ehedrama „Der Totentanz“ mit Hannelore Hoger und Gert Voss. Die Inszenierung wird nach den Festwochen ins Repertoire übernommen. 1. bis 26.6., Akademietheater.

Information und Karten: Tel. 589 22 22 bzw. www.festwochen.at

Zum Archiv

nach oben
April 2005 © FALTER
E-Mail: wienzeit@falter.at