| EDITORIAL | © heureka 5/00 zur Übersicht |
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Liebe Leserin, lieber Leser! Sie haben richtig gesehen. Was Sie in Händen halten, ist das Wissenschaftsmagazin heureka. Kein Rufzeichen mehr, dafür eine völlig neue Gestaltung. Verantwortlich dafür, dass Ihnen unsere Inhalte in einem Layout präsentiert werden, das diesen Namen verdient, ist Grafik-Designer Peter Deisenberger vom Büro für visuelle Kommunikation und Betriebsentwicklung. Sein Konzept hat "Falter"-Grafiker Reinhard Hackl kongenial umgesetzt. So, wie wir um eine bessere Kommunikation unserer Inhalte an Sie bemüht sind, so wird sich das Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur in Hinkunft verstärkt für eine bessere Kommunikation der Wissenschaften einsetzen. Bundesministerin Elisabeth Gehrer erläutert gleich nebenan, wie sie den Dialog zwischen der Bevölkerung und den Forschern verbessern will. Ausgangspunkt dafür war auch die Besorgnis, dass die Skepsis der Österreicher über die Errungenschaften der Forschung - vor allem im Bereich der Biotechnologie - unvermindert anhält. Der Rest der Europäischen Union hat sich uns in dieser Beziehung angeglichen. Aber auch der Wissensstand lässt weiter zu wünschen übrig. Dass die wachsende Ablehnung neuer Technologien aus Unwissenheit herrührt, ist allerdings nicht so eindeutig, wie man ursprünglich zu wissen glaubte. Public Understanding of Science heißt die Zauberformel aus Großbritannien. Dort nahmen die Wissenschaftspolitiker bereits Mitte der Achtzigerjahre gemeinsam Anlauf, Wissenschaft unters Volk zu bringen. 15 Jahre später sind die ursprünglichen Konzepte und Zielsetzungen generalüberholt worden, wie heureka-Koredakteur Stefan Löffler vor Ort in England feststellte: Mittlerweile geht es nicht mehr nur darum, dass die Öffentlichkeit die Wissenschaft besser verstehen soll - Forscher und Politiker haben dort begonnen, die Sorgen der Bevölkerung anzuhören und ernst zu nehmen. Wichtige Orte zum Austausch von Wissen, Erfahrungen und Meinungen über neue Technologien sind in England die so genannten Science Center. Diese modernen Wissenschafts- und Technikmuseen gibt es in vielen Ländern - nur nicht in Österreich. Erst kürzlich wurde ein auf der Donauplatte geplantes "Experimentarium" aufgrund der Budgetknappheit wieder auf Eis gelegt. Bei seinen Recherchen stieß der extra für heureka aus Berlin zugereiste Löffler auf ganze Stapel von interessanten, aber leider nie verwirklichten Entwürfen. Als er sich allerdings bei Werner Welzig nach den Konzeptionen der "Galerie der Forschung" erkundigte - deren Eröffnung ursprünglich für 1999 angepeilt, nun aber aufgrund von Umbauarbeiten 2003 verschoben wurde -, gab es Schwierigkeiten. Der mediengewandte Präsident der Akademie der Wissenschaften machte es zur Bedingung, seine Worte autorisieren zu dürfen. Fünfmal rief seine Assistentin an, dann war es, als ob das Interview nie geführt worden wäre. Wie immer geht es ums Geld: Von den rund 100 Millionen Schilling, die das Prestigeprojekt der Akademie bis zur Eröffnung kosten wird, ist ein Gutteil noch nicht gesichert. Wir geben es ja zu: Auch das neue Erscheinungsbild von heureka war nicht billig, es wurde lange geplant und nicht nur einmal verschoben. Nun hoffen wir, dass es Ihnen genauso gut gefällt wie uns. Denn wie wir alle wissen: Das Auge liest mit! Klaus Taschwer |
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