Was heißt gute Lehre heute? Und was tun Sie an Ihrer Universität dafür?
An der VUW wird eine forschungsbasierte Lehre angeboten. Forschung und Lehre sind somit keine Widersprüche, sondern bilden gemeinsam einen integralen Anteil des Universitätsprofils. Zur Förderung von Exzellenz soll Studierenden, die sich durch eine besondere Exzellenz auszeichnen, eine Beschleunigung des Studiums ermöglicht werden.
Der Bologna-Prozess, sprich: die Einführung des Bachelors, soll die Studienzeiten verkürzen. Wer aber nur drei Jahre studiert, wird kaum mehr etwas von der Forschung mitbekommen. Ist das Humboldt’sche Ideal der Einheit von Forschung und Lehre damit endgültig obsolet?
Ganz im Gegenteil, wenn das deutschsprachige Missverständnis endlich zu Grabe getragen wird, dass der Bachelor an Universitäten bereits ein berufsqualifizierender Abschluss wäre. Dies ist er lediglich an den berufspraktisch orientierten Fachhochschulen. An Universitäten ist dies, wenn überhaupt, im Masterstudium gegeben.
Wer als Uni-Angestellter Spitzenforschung betreiben will, sollte sich ganz auf diese konzentrieren können. Lehre scheint dabei nur hinderlich. Wird sich dadurch auch eine Ausdifferenzierung beim Personal in Lehrende und Forschende ergeben?
Spitzenforschung und Spitzenlehre sind kein Gegensatz, sondern ein Synergieprozess, der allerdings manchmal zeitlich versetzt stattfindet. Nachwuchswissenschaftler können in der Lehre noch nicht auf eigene Ergebnisse aufbauen, sondern werden sich eher auf die gesicherten Grundlagen des Faches beziehen.
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