Storm Dunlop:
Wetter Klimaphänomene in spektakulären Bildern.
Aus dem Englischen von Jorunn Wissmann et al. Hildesheim 2006 (Gerstenberg). 288 S., EUR 51,30.
Der von Storm Dunlop herausgegebene Prachtband enthält großformatige Fotos und Grafiken von Wolken, Blitzen, Gletschern und dem Ozonloch, dazu knappe Erklärungen. Als Lehnstuhlreisender kann man sich so an Eisbergen erwärmen, Tornados delektieren und schlechtem Wetter erfreuen.
Elizabeth Kolbert:
Vor uns die Sintflut. Depeschen von der Klimafront.
Aus dem Amerikanischen von Thorsten Schmidt. Berlin 2006 (Berlin Verlag). 222 S., EUR 20,40.
Diese Reportage von Orten, an denen der Klimawandel bereits Spuren hinterlassen hat, verwoben mit einer kurzen Geschichte der Klimaforschung und einer Kritik der Bush-Regierung, ist als Buch nicht ganz so frisch und überzeugend wie die
dreiteilige Serie, die im Mai 2005 im New Yorker erschienen ist.
Tim Flannery:
Wir Wettermacher. Wie die Menschen das Klima verändern und was das für das Leben auf der Erde bedeutet.
Aus dem Englischen von Hartmut Schickert. Frankfurt a.M. 2006 (S. Fischer). 397 S., EUR 20,50
Der australische
Zoologe erweist sich als ausgezeichneter Erzähler. Sein vielgelobtes Buch überzeugt nicht nur durch ein vielschichtiges Panorama der Klimafolgen und ihrer Erforscher, sondern denkt die Probleme auch ohne Scheuklappen weiter.
Stefan Rahmstorf, Hans Joachim Schellnhuber:
Der Klimawandel. Diagnose, Prognose, Therapie.
München 2006 (C.H.Beck). 144 S., EUR 8,20
In ihre kompakte Einführung von der Klimageschichte bis zur Anpassungsforschung lassen zwei prominente deutsche Klimaforscher auch deutlich ihre eigenen Standpunkte einfließen. Mit dem Lesespaß geizt das Bändchen allerdings ein bisschen.
Karl-Heinz Ludwig:
Eine kurze Geschichte des Klimas. Von der Entstehung der Erde bis heute.
München 2006 (C.H.Beck). 216 S., EUR 13,30
Der Titel spielt auf Stephen Hawkings Megabestseller
Stephen Hawkings Megabestseller Eine kurze Geschichte der Zeit an. Der deutsche Wissenschaftsautor hat aber eher ein Nachschlagewerk geschrieben: informationsbeladen, sehr systematisch, aber zu lehrbuchhaft und folglich extrem trocken.
Hans J. Schellnhuber (Hg.):
Avoiding Dangerous Climate Change.
Cambridge 2006 (Cambridge University Press). 406 S., ca. EUR 100,–
Im Februar 2005 traf sich die klimawissenschaftliche Community in Exeter, um das Wissen ihrer Zunft für den bevorstehenden G8-Gipfel zusammenzufassen. Der dabei entstandene Band steht als
Download frei zur Verfügung.
Lutz Wicke, Peter Spiegel, Inga Wicke-Thüs:
Kyoto PLUS – So gelingt die Klimawende.
München 2006 (C.H.Beck). 247 S., EUR 20,50
Mit marktwirtschaftlichen Mitteln will Lutz Wicke, der sich als Manager der deutschen Umweltforschung einen Namen gemacht hat, den Kyoto-Vertrag retten. Umweltpolitisch Versierte dürften an dem engagiert geschriebenen Band, der sich vom grauen Politberichtseinerlei abhebt, ihre Freude haben. Alle anderen: Finger weg!
Al Gore:
An Inconvenient Truth. The Planetary Emergency of Global Warming and What We Can Do About It.
London 2006 (Bloomsbury). 328 S., ca. EUR 20,–
Das Buch zum Film zum politischen Comeback (
Grund zur Klage >
) führte zeitweise die Sachbuchbestsellerliste der New York Times an. Dem früheren US-Vizepräsidenten wird attestiert, dass er die wissenschaftliche Seite des Klimawandels sauber rüberbringt. Die deutsche Ausgabe erscheint im Oktober bei Riemann, München (Eine unbequeme Wahrheit, EUR 20,50).
Dave Reay:
Climate Change Begins at Home. Life on the Two-Way-Street of Global Warming.
London 2006 (Palgrave Macmillan). 206 S., ca. EUR 15,–
Mit einer Prise Humor arbeitet der britische Klimatologe heraus, wie wir beim Wohnen, Arbeiten, Reisen und selbst beim Sterben das Klima belasten, und zeigt, wie man mit ein paar gar nicht so schwer umzusetzenden Maßnahmen seine Treibhausgasemissionen halbieren kann.
Clemens Zahn:
Wolken. Landschaften am Himmel. Vorwort vom Wim Wenders.
München 2005 (Zabert Sandmann). 153 S., EUR 20,50.
Eindrucksvoller Bildband über diese Gemälde am Himmel, die von Clemens Zahn in immer wieder überraschender und erstaunlicher Weise abgelichtet werden.
Gavin Pretor-Pinney:
Wolkengucken
Aus dem Englischen von Martin Bauer. München 2006 (Heyne). 277 S., EUR 20,60.
Wer immer schon wissen wollte, wie es sich anfühlt, durch die gefürchtete Gewitterwolke Cumulonimbus zu fallen, oder dass das Wasser in einer mittelgroßen Schönwetter-Wolke so schwer ist wie 80 Elefanten, für den hat Gavin Pretor-Pinney, seines Zeichens Gründer der Cloud Appreciation Society, interessante Dinge über die fluffigen Himmelsgebilde.
Helga Kromp-Kolb und Herbert Formayer:
Schwarzbuch Klimawandel. Wie viel Zeit bleibt uns noch?
Salzburg 2005 (ecowin). 222 S., EUR 19,90
Titel und Untertitel kommen reißerisch daher. Doch im Inneren finden sich alle Basis informationen zum globalen Klimawandel und dem in Österreich in sehr sachlicher und anschaulicher Form zusammengetragen. Eine zustätzliche Dramatisierung braucht es da gar nicht!
nur mit schriftlicher Genehmigung der Falter Zeitschriften Gesellschaft m.b.H. gestattet.



