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Das war 1996. Es gab bereits E-Mail, aber kaum jemand verwendete es. Niemand kaufte im Internet ein, und Laptops waren kleine Koffer, die man mit sich herumschleppte und die, wenn man sie einschaltete, sehr laut waren und ein grün flackerndes Monochrombild lieferten.
Meinen zweiten Roman begann ich noch mit der Hand zu schreiben. Immer wieder trieb es mich allerdings vor meinen 486er-Heimcomputer. Es war einfach so viel leichter, so viel angenehmer; am Ende zeigte sich, dass die letzten zwei Drittel des Manuskripts fast gegen meinen Willen ganz auf ihm geschrieben worden waren. Das war 1999.
Ein Jahr darauf nahm ich meinen ersten Laptop in Betrieb. Ich war zutiefst beeindruckt: ein kleines Büro, das alle Dinge enthielt, an denen man arbeitete, und das man doch unter dem Arm tragen und an jedem Ort aufklappen konnte. Weiß Gott, ein magisches Gerät, ein Ding, wie es sich die Menschen seit Jahrtausenden gewünscht haben müssen, etwas viel Perfekteres und Wunderbareres als handgeschöpftes Büttenpapier, edle Goldfedern, Tintenfässchen und ähnliches Lifestyle-Zeugs.
Ich konnte dem Laptop nicht widerstehen, und ich kann es immer noch nicht. An jedem Ort arbeiten zu können; wo immer man möchte das weiße, makellose Blatt des leuchtenden Bildschirms vor sich zu haben, auf dem jede Korrektur doch wieder nur einen makellosen Text zurücklässt – das ist Hochtechnologie, natürlich. Man könnte es aber auch Zauberei nennen. Manchmal macht die Technik das Leben besser, leichter und magischer. Oft kommt es nicht vor, der Laptop aber hat es fertiggebracht.
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nur mit schriftlicher Genehmigung der Falter Zeitschriften Gesellschaft m.b.H. gestattet.
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