Sehen Sie die Lichtblitze davonschießen? Eine wissenschaftliche, ja nobelpreisverdächtige Sensation gelang Ende letzten Jahres Prof. Anton Zeilinger und seinem Team am Institut für Experimentalphysik der Universität Innsbruck. Mit seinem "Quantum-Teleportator" können kleinste Lichtteilchen (Photonen) über beliebige Distanzen "gebeamt" werden.
Grundlage hierfür ist eine rätselhafte "Teilchenhochzeit" beim Zusammenstoß zweier Photonen, die danach in "Verbindung" bleiben. Kollidiert eines mit einem dritten Photon, dem "Passagier", wird dieses unmittelbar an den Ort des zweiten transportiert. Größere Objekte, gar Menschen, sind aber viel zu komplex, und ein Beamen à la "Enterprise" wird weiterhin Science-fiction bleiben. Für die Erhöhung der Rechengeschwindigkeit von Computern könnte das Innsbrucker Experiment aber durch die gezielte Anwendung dieser Photonenverschränkung wegweisend sein (vgl. "Nature" 390/1997, S. 575).
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