Vorabendclubs
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Eine gute Party braucht nicht viel: gute Musik, eine angenehme Atmosphäre – und dazu eine Tasse heißen Tee. Das ist jedenfalls die neueste Idee der Macher des Clubs Soulsugar. Kommendes Wochenende übersiedelt der Sonntagsclub ins Loft (16., Thaliastraße 2) und macht dort mit Sofas und eigener Teebar ganz auf entspanntes Vorabendhangout. Quasi Discotee statt Diskothek. Der Club startet ab sofort bereits um fünf, Sperrstunde ist um Mitternacht – andere Partys haben da noch nicht einmal richtig angefangen.
Das klingt zwar ein wenig nach Seniorenclub, hat für die Partymacher aber bereits Tradition: Ihren Soulabend hatten die Clubmacher vor neun Jahren ohnehin als eher gemütliche Veranstaltung gestartet. „Viele Leute müssen montags arbeiten. Da ist es gut, eine Party zu haben, zu der man nicht erst um ein Uhr früh hingeht“, sagt Thomas Ruzicka vom Soulsugar-Team über das neue alte Clubkonzept. Auch andere Veranstalter entdecken derzeit wieder die Qualitäten von frühen Clubbeginnzeiten: Der montägliche Dub Club im Flex (1., Donaukanal/Abgang Augartenbrücke) hat seine Öffnungszeiten neuerdings auf 21 Uhr vorverlegt, und die kürzlich im Wirr (7., Burggasse 70) gestartete „Disco für ältere Menschen“ bemüht sich mit einem Clubstart um 20 Uhr ebenfalls ums berufstätige Publikum.
Wer morgens früh raus muss, trotzdem gerne Party macht, aber nicht auf die üblichen Schicki-Afterwork-Events steht, für den kommen solche Veranstaltungen wohl gerade recht. Dub-Club-Mitveranstalter Sugar B versuchte bereits Anfang der Neunziger im Kellerclub „Verlängertes Wohnzimmer“, das Vorabendfeiern beim Publikum zu etablieren. Freilich nicht mit rasend viel Erfolg. Trotzdem ist der vierzigjährige MC und DJ optimistisch, dass die Gäste diesmal mitspielen: „In meiner Altersklasse sagen alle: Ma, leiwand!“ Im Montagsclub im Flex beginnt man den Abend ab sofort musikalisch entspannter, außerdem stellt man Sitzgelegenheiten bereit. Feierwütige können dann später immer noch ordentlich Party machen, so wie bisher.
Ähnlich haben es die Macher der „Disco für ältere Menschen“ im Wirr angelegt. Die monatliche Veranstaltung fängt in der Regel ruhig an, nach einem Livekonzert wird je nach Lust und Laune zu „Lieblingsmusik“, Siebziger- und Achtzigerdisco abgetanzt. Die beiden DJs Ronald Strasser und Ernst Tradinik, beide vierzig, zielen mit ihrer monatlichen Veranstaltung auf die Zielgruppe 35 plus, „älter gebliebene“ Jüngere seien aber genauso willkommen, meint Strasser – bierernst nehmen die Clubmacher das Konzept also auch wieder nicht. Den Mittwoch als Clubtag findet Strasser gar nicht so schlecht: „Es geht eh unter der Woche auch, man muss sich ja nicht die volle Kante geben.“ Nach der Clubpremiere im November dürften aber doch einige Gäste Probleme beim morgendlichen Aufstehen gehabt haben. Das Publikum tanzte, Alter hin oder her, dabei gleich einmal bis in die frühen Morgenstunden durch.
T. P.
Das klingt zwar ein wenig nach Seniorenclub, hat für die Partymacher aber bereits Tradition: Ihren Soulabend hatten die Clubmacher vor neun Jahren ohnehin als eher gemütliche Veranstaltung gestartet. „Viele Leute müssen montags arbeiten. Da ist es gut, eine Party zu haben, zu der man nicht erst um ein Uhr früh hingeht“, sagt Thomas Ruzicka vom Soulsugar-Team über das neue alte Clubkonzept. Auch andere Veranstalter entdecken derzeit wieder die Qualitäten von frühen Clubbeginnzeiten: Der montägliche Dub Club im Flex (1., Donaukanal/Abgang Augartenbrücke) hat seine Öffnungszeiten neuerdings auf 21 Uhr vorverlegt, und die kürzlich im Wirr (7., Burggasse 70) gestartete „Disco für ältere Menschen“ bemüht sich mit einem Clubstart um 20 Uhr ebenfalls ums berufstätige Publikum.
Wer morgens früh raus muss, trotzdem gerne Party macht, aber nicht auf die üblichen Schicki-Afterwork-Events steht, für den kommen solche Veranstaltungen wohl gerade recht. Dub-Club-Mitveranstalter Sugar B versuchte bereits Anfang der Neunziger im Kellerclub „Verlängertes Wohnzimmer“, das Vorabendfeiern beim Publikum zu etablieren. Freilich nicht mit rasend viel Erfolg. Trotzdem ist der vierzigjährige MC und DJ optimistisch, dass die Gäste diesmal mitspielen: „In meiner Altersklasse sagen alle: Ma, leiwand!“ Im Montagsclub im Flex beginnt man den Abend ab sofort musikalisch entspannter, außerdem stellt man Sitzgelegenheiten bereit. Feierwütige können dann später immer noch ordentlich Party machen, so wie bisher.
Ähnlich haben es die Macher der „Disco für ältere Menschen“ im Wirr angelegt. Die monatliche Veranstaltung fängt in der Regel ruhig an, nach einem Livekonzert wird je nach Lust und Laune zu „Lieblingsmusik“, Siebziger- und Achtzigerdisco abgetanzt. Die beiden DJs Ronald Strasser und Ernst Tradinik, beide vierzig, zielen mit ihrer monatlichen Veranstaltung auf die Zielgruppe 35 plus, „älter gebliebene“ Jüngere seien aber genauso willkommen, meint Strasser – bierernst nehmen die Clubmacher das Konzept also auch wieder nicht. Den Mittwoch als Clubtag findet Strasser gar nicht so schlecht: „Es geht eh unter der Woche auch, man muss sich ja nicht die volle Kante geben.“ Nach der Clubpremiere im November dürften aber doch einige Gäste Probleme beim morgendlichen Aufstehen gehabt haben. Das Publikum tanzte, Alter hin oder her, dabei gleich einmal bis in die frühen Morgenstunden durch.
T. P.
© Nachdruck bzw. Textübernahme - auch auszugsweise -
nur mit schriftlicher Genehmigung der Falter Zeitschriften Gesellschaft m.b.H. gestattet.
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