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„Nichts ist künstlicher als Bob Dylan“

Ja, Panik sind Österreichs derzeit aufregendste Rockband. Sänger Andreas Spechtl über die Macht von FM4, Falcos Kunst, den Amadeus Award und die Angst
Andreas Spechtl trägt Jeans, ein weißes T-Shirt mit abgerissenem Kragen und eine auffällige Sonnenbrille der Marke „bewusst uncool“. Es ist Sonntagnachmittag, kurz nach 16 Uhr; das Konzert, das der Sänger und Gitarrist mit seiner Band Ja, Panik in der Vornacht gegeben hat, steckt dem 25-Jährigen sichtlich noch in den Knochen. Spechtl bestellt Kaffee und Zigaretten, am Ende des zweistündigen Interviews wird mehr als die Hälfte der Packung aufgebraucht sein.

Andreas Spechtl ist neben Soap&Skin und Gustav das größte Talent, das der österreichische Pop der Nullerjahre hervorgebracht hat. In seiner Mischung aus Glam und Dreck, Euphorie und Intellekt ist er auch einer der ganz wenigen hierzulande, die als Popfigur wirklich etwas hermachen.

Inzwischen wird das – zumindest im Ausland – auch entsprechend gewürdigt: Das Berliner Popmagazin Spex kürte das zweite Album, „The Taste and the Money“, zu einer der drei besten Platten des vergangenen Jahres. Ende September erscheint mit „The Angst and the Money“ (siehe Falter 37/2009, Seite 24) jetzt der famose Nachfolger.

Falter: Bei unserem letzten Gespräch waren Ja, Panik ein Geheimtipp der österreichischen Musikszene, inzwischen teilen Sie sich mit Jochen Distelmeyer und den Goldenen Zitronen eine Titelgeschichte im renommierten deutschen Musikmagazin Spex. Was ist da passiert?

Andreas Spechtl: Wir waren immer eine Band der gesunden kleinen Schritte, und im Prinzip hat sich das einfach fortgesetzt. In Deutschland ist unsere letzte Platte erst im Frühjahr 2008 erschienen. Da wir damals so lange nach einem Label suchen mussten, hatten wir uns nur wenig erwartet. Zum Glück hat es sich dann so gut entwickelt.

Wie fühlt es sich an, wenn Spex schreibt, man habe die wichtigste deutschsprachige Platte seit 15 Jahren geschaffen?

Spechtl: Das ist eh schön, aber mir persönlich fällt es viel leichter, einen Verriss zu lesen. Diese Superlative sind mir unangenehm.

Inzwischen sind Ja, Panik von Wien nach Berlin übersiedelt. Der Karriere zuliebe?

Spechtl: Es herrscht eine Aufbruchstimmung, und da ist das ein natürlicher Schritt. Gar nicht so sehr wegen Wien, sondern wegen des Weggehens. Und wo sollen wir hin? Nach München wollen wir nicht, und Hamburg ist zu teuer – also Berlin. Ich lebe schon seit einem Jahr dort und finde es gerade sehr spannend.

Worum geht es Ja, Panik im Kern?

Spechtl: Die Band ist aus einer ehrlichen und tief empfundenen Langeweile heraus entstanden. Die Musik hat sich als Ausweg angeboten, inzwischen ist sie zu einem Selbstläufer geworden, von dem es kein Zurück mehr gibt; die Band greift ja auch bei jedem von uns ins Leben über. In dieser Hinsicht sind wir eine sehr politische Band, weil Ja, Panik eine Gestaltungsmöglichkeit ist: Es geht um mehr als nur um die Musik, man kann sich mit der Band ein bisschen neben die Ordnung stellen.

Die junge österreichische Musikszene war kaum je so vielfältig und spannend wie heute. Wird sich daraus etwas Längerfristiges etablieren?

Spechtl: Schwer zu sagen, vor allem die Mediensituation ist ein großes Problem. Es gibt FM4, bei gotv ist der Anteil österreichischer Musik schon wieder rückläufig, und dann bleibt gerade noch eine Handvoll Printmedien, wo man sich wirklich damit beschäftigt.

Aber zumindest FM4 ist ein Glücksfall, oder?

Spechtl: Ja, kein Radio in Deutschland hat so eine Macht, Stars aufzubauen. Worin aber auch eine gewisse Gefahr liegt: Der Erfolg hat etwas Illusorisches. Man neigt dazu, dass man es sich als österreichischer FM4-Act gemütlich einrichtet. Aber sobald du ein bisschen aus München rausfährst und FM4 aus dem Radio verschwindet, ist plötzlich alles weg. Du kannst wochenlang auf Platz eins der FM4-Charts sein – und kein Schwein interessiert das. FM4 kann man dafür keine Schuld geben, aber in den Köpfen der Bands müsste mehr passieren.

Und sie müssten verstärkt ins Ausland gehen?

Spechtl: Es kann passieren, dass man in Wien das Flex, das Fluc oder das Wuk bis auf den letzten Platz füllt – und sich in Deutschland wie eine Gackerlband vorkommt, die zwei Wochen lang durch Jugendzentren tingelt und letztlich mit einem finanziellen Minus dasteht. Aber da muss man durch. Wobei wir das Glück haben, dass wir sehr jung sind und es uns leisten können. Bist du jenseits der 30 und hast vielleicht auch schon Familie, geht das nicht.

Zuletzt wurde wieder verstärkt über eine Radioquote für österreichische Musik diskutiert. Wäre eine Quote eine sinnvolle Maßnahme?

Spechtl: FM4 braucht das nicht, und auf Ö3 würde auch durch eine Quote nicht plötzlich mehr gute österreichische Musik laufen. Sie würden nur noch ein paar Bands mehr aufbauen, die keiner braucht. Grundsätzlich würde ich sagen: Ja, spielt mehr gute österreichische Musik und macht mehr österreichische Musik! Aber Regeln? Der Anstand sagt, dass man nicht unbedingt eine Leberkässemmel in der vollen Straßenbahn essen sollte, dafür brauche ich kein Gesetz. Dass Gutes oft nicht honoriert wird und Schlechtes schon, ist eh klar.

Wie schätzen Sie den neu konzipierten Musikpreis Amadeus ein, der dieser Tage verliehen wird?

Spechtl: Ich bin gespannt. Bisher war rund um den Amadeus vieles sehr lächerlich, da ist die Veränderung natürlich gut. Gleichzeitig läuft der Preis Gefahr, dass er durch die mangelnde Kooperation mit dem ORF noch bedeutungsloser wird. Gerade jetzt würde es eine wirklich breitenwirksame Plattform für österreichische Musik brauchen. Für Herrn und Frau Österreicher ist es sicher am ernsthaftesten, wenn etwas am Samstagabend um 20.15 Uhr auf ORF läuft. Eine derartige Plattform würde eventuell doch etwas bewirken – im Unterschied zu einer Spätabendshow im Privat-TV oder einer Handvoll Videos auf Youtube.

Aber nutzt der junge Musikhörer nicht eher das Internet als das ORF-Fernsehen?

Spechtl: Wahrscheinlich, aber Videos auf Youtube werden ja nicht automatisch angeschaut, sondern man muss davon wissen, die potenziellen Seher erst einmal hinbekommen. Gerade in Sachen österreichische Popmusik sind da schon die heimischen Medien gefragt und nicht irgendwelche Websites.

Angenommen, der ORF würde wirklich am Samstagabend um 20.15 Uhr anstatt des „Musikantenstadls“ die große österreichische Musikshow machen und Ja, Panik und Soap&Skin gleichberechtigt neben DJ Ötzi und Christina Stürmer präsentieren. Würden Sie sich da wohlfühlen?

Spechtl: Das ist natürlich der nächste Punkt: Will man das überhaupt? Will man so einen Preis, will man diese Veranstaltung? Wird sie nicht umso ekeliger, je größer sie ist? Ich persönlich brauche das nicht. Wobei schon klar ist, dass man sich dem nicht ganz verschließen darf. Denn wenn ein großes Tamtam gemacht wird – und irgendwo wird immer ein Tamtam gemacht –, dann soll es doch bitte um die richtigen Leute gemacht werden.

Was halten Sie in diesem Zusammenhang von staatlicher Kunstförderung für Popmusik?

Spechtl: Gerade in unserem Fall ist das ein schwieriges Thema.

Weil Ja, Panik von der wichtigsten Förderstelle, dem österreichischen Musikfonds, bisher stets abgelehnt wurden, während vielfach qualitativ fragwürdige Produktionen großzügig unterstützt werden?

Spechtl: In Deutschland träumt man von einer Einrichtung wie dem Musikfonds, im Prinzip ist das eine gute Sache. Über die Auswahl muss man sich aber doch ärgern. Warum bekommen große Produktionen von Majorlabels Geld vom Musikfonds, während eine Band wie Ja, Panik zweimal abgelehnt wird? Wobei ich das gar nicht auf uns reduzieren möchte, es geht ja nicht um persönliche Kränkungen, sondern um Grundsätzliches: Wer sucht aus, was gefördert wird, und wie geschieht das?

Mit welcher Begründung wurden Ihre Anträge abgelehnt?

Spechtl: Es gibt keine Begründung, sondern nur eine sehr knapp gehaltene Absage. Diese mangelnde Transparenz ist ein Problem, ebenso die teils offenkundige Ignoranz der Jury. Was ärgerlich ist, weil es ja zu einem guten Teil über die Zukunft einzelner Bands entscheidet: Zehntausend Euro für die Produktion einer Platte zur Verfügung zu haben oder nicht, damit steht und fällt vieles.

Ihre letzte Platte hieß „The Taste and the Money“, jetzt folgt „The Angst and the Money“. Was steckt hinter dem „Money“-Konzept?

Spechtl: Wir haben ein Faible für Konzepte, die vielleicht nicht unbedingt ganz durchsichtig sind. Wir haben auch eine große Freude daran, übers Ziel hinauszuschießen. Man darf das alles nicht zu ernst nehmen. Wir sind eine sehr humorige Band und haben eine diebische Freude an Dingen, die auf den ersten Blick sehr ernsthaft wirken. Unsere diversen Manifeste etwa, da lachen wir erst einmal stundenlang darüber, auch über erwartbare Reaktionen.

Im Manifest zur letzten Platte stand der durchaus ernstgemeinte Vorsatz, keine Geschichten zu erfinden, sondern künstlerisch über Zitate zu arbeiten. Ist das nicht ein Widerspruch: innovativ, also nicht epigonenhaft sein zu wollen – und gleichzeitig ständig zu zitieren?

Spechtl: Es ist ja alles Zitat, jede Band zitiert. Die schlimmsten Bands sind ein einziges Zitat – aber eben nur ein einziges. Uns geht es immer um die Vielfalt. Warum müssen die Einflüsse immer so klar lokalisierbar sein? Dieses Übernehmen ganzer Bandkonzepte finde ich widerlich, das ärgert mich wirklich. Das Schlimme ist, dass man sich immer wieder dabei ertappt, so etwas auch noch gut zu finden – weil man ja das Original schätzt.

Die Musik wie die Texte entstehen bei Ja, Panik stets collagenartig. Passt der Begriff „Songwriter“ für Sie als Kopf der Band überhaupt?

Spechtl: Kommt drauf an. Definiert man den Songwriter so, dass er einen Song erschafft, dann schon. Was man sich darunter für gewöhnlich vorstellt, bin ich aber nicht. Denke ich an einen Songwriter, so ist das jemand, der seine Lieder theoretisch auch am Lagerfeuer spielen kann – und das vielleicht auch noch gerne macht. Ich wüsste bei vielen unserer Lieder gar nicht, wie ich die auf der akustischen Gitarre spielen soll.

Im Unterschied zum klassischen Songwriter behaupten Sie ja auch, in den Texten nicht von sich selbst zu sprechen.

Spechtl: Die neuen Texte haben bewusst mehr englische Elemente, um dieses Künstliche noch stärker herauszustreichen. Ich will das Authentische aber gar nicht prinzipiell verdammen. Es gibt durchaus Musikerinnen und Musiker, bei denen mir das Herz aufgeht, wenn sie über ihr Leben singen. Aber dieser Ansatz ist viel zu inflationär – meistens geht mir das Herz nämlich nicht auf, sondern ich muss schnell weghören oder davonlaufen.

Vielleicht müsste man gerade bei Ihnen ja nicht weghören?

Spechtl: Ich würde das nicht bringen, vor allem live nicht. Ich wüsste gar nicht, wovon ich singen soll, und es interessiert mich auch nicht. Mir geht es echt um einen Song oder um einen Text, der neben mir steht. Diesmal hatte ich den Anspruch, dass sich das Deutsche und das Englische stärker die Hand geben, auch innerhalb eines Satzes. Meistens muss sich dann das Deutsche rhythmisch behaupten, das Englische tut sich vom Flow her leichter. Thomas Bernhard war beispielsweise jemand, der ständig so einen Rhythmus hatte. Es gibt auch ein schönes Interview, wo er zum Interviewer sagt, dass er selbst im Gespräch dauernd den Takt mitklopft.

Ist der Flow wichtiger als der Inhalt?

Spechtl: Im besten Fall muss man keine Abstriche machen und bekommt den Inhalt so hin, dass er flowt. Gleichzeitig geht es, ganz banal, um schöne Sätze. Was sich letztlich gegenseitig bedingt: Der Inhalt bekommt viel mehr Kraft, wenn es auch rhythmisch passt. Vor allem beim Singen. Da muss es sich auch gar nicht unbedingt reimen, es genügt eine phonetische Ähnlichkeit. Das verwende ich gerne, weil es nicht das Naheliegendste ist.

Das Nicht-Naheliegendste ist bei Ja, Panik überhaupt ein großes Thema.

Spechtl: Auf jeden Fall. Das Erste, was mir einfällt, versuche ich immer zu verwerfen.

Ist die Arbeit an der Collage reizvoller als das Ergebnis?

Spechtl: Es ist einfach wichtig, diesem Songwriter-Ding zu entgehen und andere Wege zu finden. Man kommt auf andere Dinge, überlistet sich selbst. Ich höre bei vielen Leuten die Wiederholung, auch musikgeschichtlich. Unsere Methode ist ein Versuch, daraus auszubrechen.

Haben Sie Ihre künstlerische Sprache gefunden, oder kann das auch ein Zwischenstadium sein, und die Reise führt irgendwann doch zum konventionellen Songwriting?

Spechtl: Weder noch. Es geht einfach immer weiter, wobei ich hoffe, dass jede Platte auf die nächste verweist. Die Rockband haben wir wohl durchexerziert, beim nächsten Mal muss es sich in eine andere Richtung bewegen.

Im Kopf sind Sie schon bei der nächsten Platte?

Spechtl: Ja, die Lieder des neuen Albums sind für uns doch schon wieder uralt! Ich denke viel darüber nach, wie es musikalisch weitergehen kann. Ich habe eine Vorstellung von etwas extrem Rhythmischem und Altmodischem. Mehr kann ich noch nicht sagen, weil ich es noch nicht weiß.

Sie gelten als Falco-Fan. Was fasziniert Sie an ihm?

Spechtl: Fan ist übertrieben, es geht mir da eher um den Habitus als um das gesammelte Werk. Wobei man diesen bestimmten Gestus ja nicht nur bei ihm findet, man kann da genauso gut von Bob Dylan sprechen – Dylan und Falco sind sich sowieso urähnlich, wobei es Dylan halt noch deutlich besser draufhat. Falco war immer ganz steril, da kann man nicht emotional reinkippen, sondern das kann man sich nur anschauen. Dylan macht seine Songs auch listig und mit einem gewissen Augenzwinkern, aber die Kunstfigur funktioniert bei ihm so gut, dass man ihr theoretisch sogar ein Leiden abnehmen würde; der Figur Bob Dylan kann man sogar glauben, dass sie Liebeskummer hat.

Vielleicht hat er das ja wirklich?

Spechtl: Darum geht es gar nicht. Die Liebesschnulze ist eine Form. Man hat da wahnsinnig viel Material zur Verfügung und muss nicht ausschließlich in seinem eigenen dreckigen Innenleben kramen; dem kann man doch noch etwas beifügen. Da sind wir dann wieder beim Zitieren: Wie viele herzzerreißende Liebesschnulzen hat es schon gegeben? Wie machen das andere? Warum muss ich das bisschen Gefühlsschrott von mir da noch reinpacken? Lässt sich diese arge Tragik nicht auch komponieren? Kann ich sie nicht sogar steigern, indem ich mir Gedanken darüber mache, wie das tragische Liebeslied funktioniert? Das ist langwierige Kopfarbeit und hat weniger mit meinen Gefühlen zu tun – selbst wenn ich beim Schreiben ein bisschen traurig war. So funktioniert es bei mir, und das unterstelle ich auch vielen Künstlern, die ich gerne mag.

Haben Sie sich noch keine Dylanologen-Schelte eingefangen, wenn Sie den vom Himmel herabgestiegenen Poeten mit dem profanen Falco vergleichen?

Spechtl: Ach, Dylan distanziert sich in seinen „Chronicles“ doch selbst von dieser Heldenverehrung. Sollen sie doch von ihrem Herrgott schwärmen, aber nichts ist künstlicher als Bob Dylan! Insofern kann man ihn schon mit Falco vergleichen – auch wenn der seine Künstlichkeit stärker ausgestellt hat.

Waren Sie beim letzten Dylan-Konzert in der Stadthalle?

Spechtl: Ja, aber das war leider ein bisschen lahm. Der Sound war schlecht, die Songauswahl nicht die beste – und vor allem habe ich seine Band nicht ausgehalten. Aber das geht mir auch bei anderen alten Helden so, John Cale etwa. Die Mitmusiker sind leider ganz oft schrecklich. So ein Muckertum vergällt einfach alles!

In „Alles hin, hin, hin“, dem ersten Song der neuen Platte, zitieren Sie Falcos Klassiker „Ganz Wien“.

Spechtl: Ja, gleichzeitig aber auch „Oh du lieber Augustin“. Das Lied fungiert als Bindeglied zwischen den beiden Platten. Spaßhalber sage ich immer, „The Taste and the Money“ ist unsere Rauschplatte, während „The Angst and the Money“ unsere Katerplatte ist, was sich eben in diesem Song verdichtet.

„You can tell me a thousand times, it’s better to be patient“, singen Sie an anderer Stelle. „I’ll tell you in return: don’t hesitate, join the angst-parade“.

Spechtl: Das ist unser großer Schrei-Protestsong, das überbordende Ausbrechen, der Versuch, auf fast naiv-trotzige Weise „Ich bin nicht ruhig, ich zucke aus!“ zu sagen. Und es ist ein Aufruf, sich der Euphorie anzuschließen.

Ganz am Ende der Platte heißt es, quasi als Resümee, dass ein gesunder Mensch schrecklich Angst haben müsse. Warum das?

Spechtl: Weil vieles schrecklich zum Fürchten ist, anders kann man das gar nicht beantworten. Ich habe die meiste Zeit wahnsinnige Angst. Und ich glaube, dass sich ein klardenkender Mensch heutzutage einfach sehr fürchten muss.
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