Bücher Filme Musik Top-Kategorien

Online stöbern, auswählen und bestellen..
Unsere Bestseller Musik:

Bücher Filme Musik Top-Kategorien

Online stöbern, auswählen und bestellen..
Unsere Top-Kategorien:


Startseitefaltershop - Buch Musik FilmAbo ServiceTop-Storiesheureka WissenschaftsmagazinTier der WocheNewsletterMediadatenImpressum
Event ProgrammKino ProgrammLokalführer WienFeste feiernBest of Viennacreation/productionReparaturführer Wien
BücherFilmeMusikHörbücher
NeuheitenAlleSonderangebotePasticcio-PreisKünstlerGenres

 Bring Your Own  

Bring Your Own

Led Bib
April 2011 | Cuneiform Records | Pop
CD
print.gifausdrucken |  checklist.gifauf die Merkliste |  mailtipp.gifMailtipp senden

Rezension

Keilschriftplatten aus dem Königreich

Am vergangenen Freitag erreichte den Redakteur ein E-Mail, das ihm aus gegebenem Anlass das Monk-Tribute-Album „Friday the 13th“ als Soundtrack für den Rest des Tages anempfahl. Das ist das Schöne an einem Indie-Label wie Cuneiform ­Records – es wird von Leuten gemacht, die die Musik mögen, die sie verlegen; unter anderem historische Einspielungen der Progrock-Intelligenzia Soft ­Machine oder verschiedene ­Spielarten des zeitgenössischen Jazz abseits des Mainstream. Dass solch ästhetisch ­stimmige Programmpflege fast schon anachronistisch ist, manifestiert sich ironisch im Namen: Schallplatten in Keilschrift.
Unter den Cuneiform-Bands finden sich viele mit ungewöhnlicher ­Instrumentierung. Das aus London stammende Quintett Led Bib, das mit seinem vorletzten Album für den Mercury Prize ­nominiert war, ist da mit ­Rhythmusgruppe und zwei Altsaxofonen vergleichsweise traditionell besetzt. „Bring Your Own“ heißt die jüngste CD. Man wäre geneigt, die großteils von Frontmann und Drummer Mark Holub komponierten Stücke, in denen sich die Instrumente immer wieder zu einem pumpenden, pochenden, heulenden Mahlstrom vereinen, „punkig“ zu nennen, wäre die rhapsodische Emphase nicht doch eher „prog“.
Das US-Septett Dead Cat Bounce besteht aus einem Saxofonquartett plus einer den Groove gnadenlos aufrechterhaltenden rhythm group. Auf „Chance Episodes“ liefert es vertrackte, aber hochenergetische und abwechslungsreiche Stücke, die mitunter fast schon etwas überausgeklügelt wirken.
Mit Sax, Akkordeon, Klavier, Vibraphon, Bass und Drums stehen dem Claudia Quintet + 1 reichlich Möglichkeiten zur atmosphärischen Verdichtung zur Verfügung, die weidlich genutzt werden. Mit dem cool-urbanen US-Jazz-Bariton Kurt Elling und dem emphatischen deutschen Sänger Theo Bleckmann huldigt man dem Jazz-&-Lyrik-Helden Kenneth Patchen (1911–1972), den zuletzt auch Peter Brötzmann und die Austro-Formation EKG gewürdigt hatten. Und das Titelstück ist die Antwort auf die Frage, die es stellt: „What Is Beautiful?“

Klaus Nüchtern in Falter : Wien 16/2012 vom 18.4.2012 (Seite 37)

Weiters in dieser Rezension besprochen:
© 2013 Falter Verlagsgesellschaft mbH
Impressum | Mediadaten | Kontakt
font_small.giffont_normal.giffont_large.gifcart.gif
Was Sie auch
interessieren könnte:


Led Bib
 
 
Sensible Shoes
 
 
Sensible Shoes
Startseite