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Die HaustiereBragi ÓlafssonTina Flecken Aus dem Isländischen übersetzt 2005 | dtv, München 278 Seiten
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Rezension
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Wer's dennoch etwas jetztzeitiger und pointierter möchte, der sollte mit dem skurillen Roman "Die Haustiere" glücklich werden. Dessen Verfasser Bragi Ólafsson war in den Achtzigerjahren Mitbegründer von Björks Kapelle The Sugarcubes, macht aber auch als Schriftsteller eine sehr gute Figur. Noch mehr als bei Helgason imponiert bei ihm, wie lakonisch und unprätentiös er im Vergleich zu vielen deutschsprachigen Kollegen erzählt. Auch die Story ist simpel, aber effektiv: Ein Mann kehrt von einem Aufenthalt in London zurück nach Reykjavik. Kaum hat er seine Wohnung betreten, läutet es. Vor der Tür steht ein Besucher aus der Vergangenheit, den er lieber nicht wiedersehen würde. Als der Mann gewaltsam einzudringen versucht, verkriecht sich der Bewohner unter sein Bett. Als immer mehr Menschen seine vier Wände bevölkern, fühlt er sich dort zunehmend als Fremdkörper.
"Die Haustiere" ist ein kleiner Leckerbissen des Absurden, der die Isländer nebenbei als sehr trinkfreudiges Völkchen darstellt.
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Weiters in dieser Rezension besprochen:
- Vom zweifelhaften Vergnügen, tot zu sein | Hallgrimur Helgason
- Menschensöhne | Arnaldur Indridason
















