Liebe Leserin, Lieber leser!


Armin Thurnher
Vorwort | aus FALTER 32/98 vom 05.08.1998

Also, Knecht. Ich hatte gehofft, tränenreiche Nachrufe auf von der Konkurrenz abgeworbene Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen Dir überlassen zu können. Bis "fünf" hast Du heuer mitgezählt. Ab Nummer Sechs muß ich selber zählen. (Wie Leser dieser Kolumne seit letzter Woche wissen, schreibt Doris Knecht ab August beim Nachrichtenmagazin profil.)

1989 war ein interessantes Jahr. Man wird es zwar nicht wegen Deines ersten Falter-Artikels in Erinnerung behalten. Immerhin stand der neben einem Exklusiv-Interview mit dem "letzte Woche überraschend freigelassenen Dramatiker und Bürgerrechtler Vaclav Havel". "Der Arsch am Plakat" war der Titel Deines ersten Soloauftritts im Falter. Jeder konnte die Duftmarken gleich riechen: Deutlichkeit und Engagement, Witz und drastische Zuspitzung.

Nicht jeder mochte sie riechen, das hat Dir mehr oder weniger lustvoll erlebte Konflikte eingetragen. Beim Falter durftest Du zeigen, was andere von Dir nicht wissen wollten und nunmehr jeder weiß: Knecht ist

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