Ein Fall für Brüssel?

Meinl/Billa: Die neueste Fusion in Österreich legt einen Blick auf die Kontrollpraxis der EU-Kommission nahe.

Vorwort | Hannes Farnleitner | aus FALTER 32/98 vom 05.08.1998

Bertelsmann/Kirch/Premiere, Daimler Benz / Chrysler, Boeing / McDonnell Douglas - prominente Namen, die eines gemeinsam haben: Ihre Zusammenschlüsse bzw. Gemeinschaftsunternehmen waren von der Europäischen Kommission auf ihre Vereinbarkeit mit dem gemeinsamen Markt zu prüfen. So unterschiedlich die Fälle, so breit das Spektrum der Ergebnisse dieser Prüfung: Wurde die deutsch-amerikanische Automobilehe rasch genehmigt und kamen die Amerikaner mit Auflagen davon, schritt die Generaldirektion IV/Wettbewerb, unter dem Belgier Karel van Miert, mit einem Verbot im deutschen Medienfall ein.

Doch diese allen Wirtschaftsinteressierten geläufigen Fälle stellen nur einen winzigen Ausschnitt aus der täglichen Arbeit der Kommission bei der Kontrolle von Zusammenschlüssen gemeinschaftsweiter Bedeutung dar: Von September 1990, dem Inkrafttretensdatum der Fusionskontrollverordnung, bis Ende Juni 1998 hatte sich die Task Force Fusionskontrolle mit 814 Notifikationen auseinanderzusetzen, zehn der


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