Laßt Nitsch...

Seinesgleichen geschieht: ...und sein Team arbeiten! Über gelangweilte Modernisten, Nitschologen und schweigende Politiker

Vorwort | Armin Thurnher | aus FALTER 32/98 vom 05.08.1998

"Obszöne Riten der Wiedergeburt eines Schlächters ... Bardot spricht mit diesen Worten wohl einer überwältigenden Mehrheit aus dem Herzen." Soweit die Krone, Königin der Herzen. Seit Montag läuft das Sechstagespiel in Prinzendorf, kaum gestört von Protestierern, nicht übermäßig besucht von den Anhängern, geschützt von der Exekutive, aber ausgiebig beachtet von den Medien. Der erste Stier ist geschlachtet, der erste Tag ruhig zu Ende gegangen. Gegessen ist die Sache deswegen noch nicht.

Zuerst muß man Nitsch in Schutz nehmen. Vor seinen Anhängern, vor seinen Kritikern, vor seinen Feinden und vor seinen Freunden. Die Freiheit der Kunst ist Verfassungsgut. Genau das möchte offenbar die seltsame Allianz von Tierschützern, Kirche und Boulevard in Frage stellen. Darüber braucht nicht diskutiert zu werden (obwohl man natürlich über alles reden darf, das ist ja das Schöne an uns Scheißliberalen), allenfalls kann man es bekräftigen.

Die vielen kritischen und ironischen Einschätzer


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