Fernsehen

Medien | Sigrid Neudecker | aus FALTER 32/98 vom 05.08.1998

Irgendwann sagte Alexander van der Bellen: "Entschuldigung, nur einen Satz."

Irgendwann sagte Robert Hochner: "Darf ich versuchen, Professor Van der Bellen ein paar konkrete Antworten zu entlocken?" Da war das "Zur Sache-Sommergespräch" (So, ORF 2, 21.55 Uhr) schon 55 Minuten alt. Und Grünen-Sprecher Van der Bellen noch immer entspannt. Schließlich hatte man Mitdiskutanten eingeladen, die sich gründlichst vorbereitet hatten. Und das auch zeigen wollten. Ex-Vizebürgermeister Hans Mayr hatte von Helmut Zilk gelernt und monologisierte von Talschlüssen auf Gentechnik in nur zwei Halbsätzen, Industriellen-Vertreter Lorenz Fritz erklärte Van der Bellen, was die Grünen als nächstes vorhatten ("Sie machen ja jetzt Befragungen."), und dann war da noch ein Journalist. Dabei wollte man über den Meinl-Verkauf sprechen, über die NATO, die mangelnde Grün-Liebe unter Österreichs Jungwählern.

Wenn Robert Hochner versucht, sich zu beherrschen, beißt er sich auf die Oberlippe und versucht, seine Mundwinkel zu beherrschen. Das sieht dann aus, als ob er lächeln würde. Hochner lächelte viel an diesem Abend.


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