Schlitzwände und Schluff

Bauwesen: Wien ist voll von bekannten oder unbekannten, langfristig geplanten oder auch wieder verhinderten Kulturbaustellen. Der "Falter" gibt einen Überblick über den Stand der Dinge.

Kultur | aus FALTER 32/98 vom 05.08.1998

Museumsquartier In der Winterreithalle steht der Gatsch. Genaugenommen ist es "Schluff und schluffiger Feinsand", und das, so erklärt Dipl. Ing. Reinhard Mechtler von der Projektsteuerung, sei genau das, was man im Wienerischen als "Gatsch" bezeichnet - ein "bindiges Material", das "sehr schwierig zu behandeln" sei. Daß der ganze barocke Stuck dennoch nicht von den Wänden fliegt, ist einem speziellen und praktisch erschütterungslosen Unterfangungsverfahren zu verdanken, das sich auch bei den Anrainern (mitunter wohl unbewußter) Beliebtheit erfreut. Wo am 30. November 2000 die drei Hauptgebäude (Museum Moderner Kunst, Kunsthalle und Museum Leopold) stehen werden, wird durch drei ziemlich große Löcher eindrucksvoll markiert. Im Falle des MMK, das drei unterirdische Stockwerke aufweisen wird, in denen sich die Depots und Haustechnikräume befinden sollen, reichen die "Schlitzwände" bis 27 Meter unter die Oberfläche, zehn Meter darüber wird die Bodenplatte eingezogen werden;


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