Prädikat: Blockbuster

Kino: Die Wiener Grünen machen das Kino zum kulturpolitischen Thema und forcieren noch einmal die Reform der Vergnügungssteuerbefreiung.

Kultur | Michael Omasta | aus FALTER 32/98 vom 05.08.1998

Film und Kino sind in der politischen Diskussion kein Thema. Wie sonst wäre es zu erklären, daß Staatssekretär Peter Wittmann die praktisch nicht umsetzbare Novellierung des österreichischen Filmförderungsgesetzes immer noch als Erfolg verkauft? Oder daß Wiens amtierender Kulturstadtrat Peter Marboe jenen, noch aus Ursula Pasterks Zeiten stammenden Budgetposten von fünf Millionen Schilling zur "behindertengerechten" Adaptierung von Kinos allen Ernstes als wichtigen Beitrag zur Erhaltung der Kinolandschaft bezeichnet? Womit wir auch schon beim eigentlichen Thema wären: Nicht zuletzt der vor wenigen Jahren erfolgte Einbau eines Aufzugs im Gartenbaukino wurde seitens des Betreibers als Beleg dafür ins Treffen geführt, daß an eine Schließung des Hauses nicht im entferntesten gedacht sei.

Die Wiener Grünen immerhin haben erkannt, daß Kino (und Film) sehr wohl Themen der Kulturpolitik sind - insbesondere seitdem bekannt wurde, daß die KIBA aus dem Bereich der Wiener Stadthalle


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