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Salzburger Festspiele: Einmal Salzburg und zurück: eine Reise durch Elfriede Jelineks Kopf, mit Abstechern nach Texas und an den Wolfgangsee.

Kultur | Wolfgang Kralicek | aus FALTER 32/98 vom 05.08.1998

Wie Elfriede Jelineks Kopf von außen aussieht, ist allgemein bekannt. Drinnen, das weiß man seit vergangenem Sonntag, sieht es aus wie im Salzburger Landestheater. Im Rahmen der Salzburger Festspiele wurde dort eine zwölfstündige "Reise durch Jelineks Kopf" unternommen: Auf sechs simultan bespielten Bühnen lasen Schauspieler und Autorenkollegen von Jelinek geschriebene oder ausgewählte Texte, wurden Jelineks liebste Horrorfilme gezeigt und von Jelinek-Texten inspirierte Kreationen der Berliner Modeschöpferin Lisa D. präsentiert. Insgesamt sollte der von Jelinek und der Dramaturgin Brigitte Landes programmierte Marathon eine Art (Selbst-)Porträt jener Autorin ergeben, die Schauspiel-Leiter Ivan Nagel zur literarischen Galionsfigur ("Dichterin zu Gast") seines Programms gemacht hat: eine schöne Idee, wenigstens im Kopf.

Den Anfang macht der Schauspieler Fritz Lichtenhahn, der auf der Großen Bühne vor vollem Auditorium Robert Walsers Meistererzählung "Der Spaziergang" rezitiert.


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