Aufgeblättert

Kultur | aus FALTER 32/98 vom 05.08.1998

Pong ist einer, der versucht, "sich die Welt mit einer ungewöhnlichen Beflissenheit, mit viel Kraft und Irrsinn neu zurechtzulegen" - so Sibylle Lewitscharoff im Interview (Falter 27/98). Und "Pong" ist auch der Titel des Buches, dessen fulminantes Anfangskapitel der Autorin den Bachmann-Preis eingetragen hat. Zu Recht, denn es ist schon überaus gekonnt und vergnüglich, wie uns da der Kosmos eines Mannes erschlossen wird, der erkannt hat, "wie die Welt in allen ihren Einzelheiten (...) eine Botschaft für ihn bereithält". Daß die Zusammenhänge, die der unterm Streß des Weltrettens stehende Pong stiftet, von der Norm abweichen, verraten schon die ungewöhnlichen Komposita: Da ereignen sich "Hutwunder", gilt es, den Anfechtungen eines "Bummellebens" zu widerstehen, müssen Traumbefehle an "alle Vaterlandspersonen" ausgegeben werden; da registriert Pong das "Lungengeschwätz" der Frauen, deren Wert oder Unwert er mittels einer "Fehlerwaage" bemessen kann. Mit zwangsneurotischer Beflissenheit


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