Liebe Leserin, Lieber leser!

Vorwort | Armin Thurnher | aus FALTER 33/98 vom 12.08.1998

Wir sind Tiere. Tiere essen andere Tiere. Menschen tun es genauso wie ihre tierischen Geschwister. Das Menschentier geht mit anderen Lebewesen nicht freundlich um, außer sie haben Glück, und es kennt sie persönlich. Selbst das ist bekanntlich keine Garantie. In unseren Gegenden wurden Zeugnisse von Kannibalismus noch im 8. nachchristlichen Jahrhundert gefunden. Mit anderen Worten, auch Ihr Urahndl war Menschenfresser. Immerhin: Der angewandte Menschenschutz hat uns die Demokratie, das Penicillin und die französische Küche gebracht, und im Interesse aller Kreatur auch den Tierschutz.

Seit Hermann Nitsch (mehr ab Seite 16) das Titelblatt zierte, weiß ich, Tierschützer lesen das Blatt. "Ich liebe den Falter, aber nach diesem Cover muß ich ihn abbestellen", faxte ein Enttäuschter. Grafische Dissidenz? Mitnichten. Der nächste und der übernächste Anrufer machten mir klar, es ging um Tierschutz.

Tierschutz ist notwendig. Quälereien aller Arten gehören kritisiert und bekämpft. Hysterische


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