Greenpeace, Demokratie?

Kontroverse: Der Autor des Bestsellers "Ökoirrtümer" widerspricht der in "Falter" 31/98 artikulierten Greenpeace-Kritik.

Vorwort | Michael Miersch | aus FALTER 33/98 vom 12.08.1998

Zunächst die Gemeinsamkeiten! Greenpeace-Sprecher Matthias Schickhofer nennt wichtige Umweltprobleme: die Zerstörung von Urwäldern, die Überfischung der Meere, die Luftverschmutzung in den Megastädten der Entwicklungsländer. Richtig! Genau so steht es in unserem Lexikon der Ökoirrtümer, das gleich am Anfang diese globalen Gefahren hervorhebt. Auch die vielen durch Bürgerproteste bewirkten Umwelterfolge, auf die Herr Schickhofer zu Recht hinweist, werden in unserem Buch freudig registriert.

Aber warum ist der Greenpeace-Sprecher so sauer? Warum will er nicht, daß Irrtümer korrigiert werden? Eigentlich wäre es doch die Aufgabe der Umweltverbände und der Grünen, nach einem Vierteljahrhundert moderner Umweltschutzbewegung (die historischen Wurzeln sind noch viel älter) einmal Bilanz zu ziehen. Warum nicht ein großer Kongreß, der diskutiert, was falsch und was richtig war, was bleibt und was erledigt ist - und vor allem, wie es in Zukunft weitergehen soll? Jetzt haben wir beiden


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