Berg beißt auf Granit

Kommentar: Soll die Bergbehörde noch mehr Machtfülle bekommen, weil sie sich in Lassing so gut bewährt hat?

Vorwort | Gerhard Heilingbrunner | aus FALTER 33/98 vom 12.08.1998

Vor der Katastrophe in Lassing hätten Sie die Frage sicher anders beantwortet: "Garantiert die Bergbehörde die Sicherheit der Touristen in den Bergen?" Leider ist sie, wie wir nun wissen, nicht fürs wanderbare Österreich, sondern für den Abbau von mineralischen Rohstoffen in Österreich verantwortlich.

Am 4. August gewährte der alleroberste beamtete Bergkumpel, Rudolf Wüstrich, dem ORF ein Interview: "Bis auf kleine Anlaufschwierigkeiten, die einfach nicht vermeidbar waren, wurden keine gravierenden Fehler begangen, die Arbeiten gehen klaglos vor sich." Der gute Mann muß einen anderen Film gesehen haben. Auf die Frage einer Journalistin nach den vielen Verzögerungen sagte er: "Schaun Sie, ich habe jetzt eine andere Arbeit als eine Evaluierung durchzuführen."

Die gleiche Erfahrung wie die Interviewerin mußte auch Viktor Klima machen, als er nach Hainzels Rettung vom "Sieg der Hoffnung über die Technokraten" sprach. Wüstrich: "Das war ein schlechter Ausspruch des Herrn Bundeskanzler,


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