Politik

Politik | aus FALTER 33/98 vom 12.08.1998

Was war Dioxinalarm Wie erst vergangene Woche bekannt wurde, sind bereits im Frühjahr zwei Wienerinnen an schwerer Chlorakne erkrankt. An ihren Arbeitsplätzen im Textilforschungsinstitut in Margareten wurde eine mehr als hundertfache Überschreitung der zulässigen Dioxinhöchstwerte gemessen. Woher das Gift kommt, beschäftigt derzeit nicht nur Schadstoffexperten und Gesundheitsbehörden, sondern auch den Staatsanwalt. Bis Ende August sollten die Ursachen der Emission aber entdeckt und entsorgt sein: Im selben Gebäude befindet sich die Textil-HTL - und der Ruf, eine "vergiftete Schule" zu besuchen, begeistert Eltern und Schüler nicht besonders.

Was kommt Künettengefecht Etappe im Streit Peter Pilz gegen Bauwirtschaft im allgemeinen und Teerag-Asdag im besonderen. Das Handelsgericht untersagt Pilz nun nach Klage der Baufirma per einstweiliger Verfügung, zu behaupten, es habe bei einem gewissen Baulos im 20. Bezirk illegale Preisabsprachen gegeben. Das Gericht hörte nur Zeugen des Klägers Teerag- Asdag, jedoch keinen einzigen der von Pilz angebotenen Zeugen. Im übrigen muß Pilz "gleichartige ähnliche kreditschädigende Äußerungen unterlassen". Geschädigt fühlt sich die Teerag-Asdag um 100 Mio S. Pilz sieht darin ein Sprechverbot, will Rechtsmittel dagegen erwirken und kontert mit neuen Vorwürfen.

Was fehlt Stilbene-Klarheit Groß war die Aufregung, groß der Auftritt der Ministerin, groß die Verstörung der Konsumenten - und enorm die Schäden der heimischen Landwirte. 40 Millionen, soll der angebliche Rindfleischskandal die Züchter gekostet haben. Bloß: So dramatisch wie Barbara Prammer die Sache darstellte, war sie nicht. Zumindest gelang an in Österreich verbliebenen, angeblich hormonverseuchten Rinderhälften kein Stilbene-Nachweis. Wie das Hormon bei den Hälften in Italien nachgewiesen werden konnte, ist noch unklar.


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige