Blaupause

FPÖ-Wien: Rüdiger Stix und seine Mitstreiter wollen der FPÖ Paroli bieten. Viel Neues fällt ihnen dabei nicht ein.

Politik | Gerald John | aus FALTER 33/98 vom 12.08.1998

Parteiausschlüsse von Mandataren finden in Wiens politischer Landschaft selten statt. Sozialdemokraten sind traditionell brav, da sie der Partei viel zu verdanken haben. Das ÖVP-Volk ist zu dezimiert, um sich durch Scharmützel weiter zu schwächen. Bei den Grünen hat fast jeder eine Lobby hinter sich - da schießt eher die Basis den Parteiobmann ab. Und die Liberalen warten in Wien noch auf die erste Niederlage.

Nur die erfolgreichste Wiener Partei der letzten Jahre kann locker auf Personal verzichten. Vier Gemeinderäte müssen die FPÖ verlassen, weil sie Jörg Haiders Demokratiekontrakt, den sie als "Knebelungsvertrag" bezeichnen, nicht unterschreiben wollten. Laut FPÖ-Spitze waren das aber ohnehin keine Guten. Generalsekretär Peter Westenthaler kreidet den Dissidenten zahlreiche Verfehlungen von fahrlässiger Krida bis zur Kreditaufnahme fürs Häuslbauen an. Und auch der Wiener Oberblaue, Hilmar Kabas, weint ihnen keine Träne nach: "Da sind ein paar Hoffnungslose auf Crash-Kurs


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