Reden wir über Erfolg

Tanz: Wenn Ihnen dieser Tage jemand Karten für eine Tanzaufführung schenkt - dann ist das "Im Puls". Das Wiener Tanzfestival hat heuer alle Rekorde gebrochen.

Wolfgang Kralicek | Kultur | aus FALTER 33/98 vom 12.08.1998

Für den Außenstehenden macht die Szene einen gespenstischen Eindruck. Zwei Dutzend Menschen bewegen sich mit nach innen gerichtetem Blick, wie von paranormalen Mächten gesteuert, in komplizierten Schrittfolgen durch den Raum. Es ist ein ganz normaler Nachmittag im Universitätssportzentrum auf der Schmelz, wo derzeit zum 15. Mal die Wiener Sommertanzwochen stattfinden. Die autistischen Gestalten sind professionelle Tänzerinnen (Männer sind bei den Tanzwochen eine vernachlässigbar kleine Minderheit) und im Rahmen eines "coaching projects" gerade dabei, Solo-Choreographien einzustudieren. "Wenn Tänzer heute in einer Company arbeiten, erwartet sich der Choreograph, daß sie selbst Material anbieten - die meisten Tänzer haben aber kaum Gelegenheit, das zu üben", erklärt der amerikanische Choreograph Randy Warshaw das Lehrziel des von ihm geleiteten Kurses. Warshaw unterrichtet seit fünf Jahren im Sommer und im Winter auf der Schmelz. Was die Wiener Tanzwochen von vergleichbaren Veranstaltungen

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