Streifenweise

Kultur | I.R., K.N., M.O. | aus FALTER 33/98 vom 12.08.1998

Der Ball ist rund und das Spielfeld eckig. Ein aufrecht stehendes weißes Rechteck, von dem "Ballspielereien" zurückstrahlen, verfremdet oder nähergebracht durch zehn Filme- und Videomacher. Mittendrin im Programm zum Beispiel "Madeleine, Madeleine" (1963), einer der ersten Filme von Vlado Kristl, einem der eigensinnigsten Opponenten des neuen deutschen Kinos. Hier geht es um eine kleine Tennisplatzrochade, in vielen anderen Beiträgen aber geht es um Fußball und darum, wie man ihn auf unterschiedliche Weise filmisch behandeln kann. Jan Svankmajer zerlegt seine Fußballmannschaften ganz buchstäblich ("Virile Games"), während sich Josef Dabernig das Match als Hörspiel für zwei stumme Beobachter inszeniert ("Wisla"). Den Ball, ob er nun weiß-schwarz oder gelb ist, kann man auch in fein choreographierter Abfolge weitergeben ("Charles Moulton's Nine Persons' Precision Ball Passing" von Skip Blumberg) - in jedem Fall ist er rund wie die Weltkugel. Rund um den Erdball beobachtet "The


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