Comandante Dusilov Warum die Titanic sank II

Stadtleben | aus FALTER 33/98 vom 12.08.1998

Telebanking, so erörterten wir letzte Woche, war mitschuldig am Untergang der Titanic. Warum das stolze und als unsinkbar geltende Schiff aber so schnell in die Tiefe gezogen wurde, konnte die renommierte israelische Wissenschafterin Sharon Cohen vom Dan-Ternat-Institut für Chaostheorie an der Universität Tel Aviv vor kurzem schlüssig beweisen. Zucker, so ihr Schluß, stinknormaler Zucker an Bord der Titanic sei einer der Hauptgründe für ihr rasches Sinken gewesen. Cohen: "Mir ist ein Zuckersack in die Fischsuppe gefallen. Das Rätselhafte daran war, daß der Topf nicht überging. Der ganze Zucker hatte sich gelöst. Ich stellte gezielte Versuche in meinem Labor an und war verblüfft: Ein Kilo Zucker kann ohne Volumenvergrößerung 1,7 Kilo Meerwasser aufnehmen. Macht 2,7 Kilo. Ein Kilo Eisen bleibt ein Kilo, es wird durch Auftrieb im Wasser sogar leichter, ein Kilo Zucker hingegen wird fast dreimal so schwer. Aus den Ladelisten der Titanic wissen wir, daß im Vorderteil des Rumpfes 121 Tonnen Rübenzucker lagerten. Aus 121 Tonnen Zucker wurden innerhalb von Minuten 326,7 Tonnen leichtflüssiger Sirup. Kein Wunder, daß die Titanic so schnell und unaufhaltsam sank." Trocken allerdings der Titel von Sharon Cohens Buch: Sweet Desaster.


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