Sideorders: Wo's gürtelt

Stadtleben | aus FALTER 33/98 vom 12.08.1998

Was man sich noch vor einem Jahr aber überhaupt nicht vorstellen konnte, wird demnächst Wirklichkeit: nämlich daß es am Gürtel echt bald einen Haufen ganz netter Lokale geben wird, und zwar durchwegs auch für Fußgänger nette. Denn das kommerzielle Potential der Autofahrerverpflegung hatte McDonald's dort ja schon lange entdeckt. Folgende Lokale gehen mit dem Gürtel auf Tuchfühlung und fahren dabei nicht schlecht.

B72, 8., Hernalser Gürtel, Bogen 72, Tel. 409 21 28, tägl. 18-4 Uhr.

Architektonische Prominenz sorgte hier für die Gestaltung: Die gläserne Fassade stammt von Silja Tillner, das Innenleben von Erdenreich, Podgorschek&Podgorschek. Besonders ungewöhnlich sieht's trotzdem nicht aus, nette Holzbars, erinnert in seiner finsteren Baustellenoptik ein bißchen ans U4 der alten Tage. Täglich DJ-Programm oder Live-Musik.

Rhiz, 8., Lerchenfelder Gürtel, Bogen 37-38, Tel. 409 25 05, Mi-Mo 11-4, Di 18-4 Uhr.

Spaciges Internet- und DJ-Lokal mit heftig frequentiertem Schanigarten. Die Architekten Scott Ritter, Andreas Pawlik und Dietmar Kanitz entwarfen eigene Klappbänke und Wegräumtische, um im Event-Fall unterm engen Bogen Platz zu schaffen. Sensationeller CD-Wurlitzer mit Einblicken, Publikum kann grob mit "alternativ" umrissen werden (obwohl auch Jetzt-profil-Redakteurin Doris Knecht dort verkehrt). Internet-mäßig unter www.rhiz.org zu erreichen, kulinarisch eher dürftig, per Internet kann man Pizza bestellen.

Chelsea, 8., Lerchenfelder Gürtel, Bogen 29-31, Tel. 407 93 09, tägl. 18-4 Uhr.

Urahnl der Gürtel-Musiklokale Tageslicht hat hier keinen Zutritt, Designer-Klamotte auch nicht so wirklich. Prägendes Design-Element ist das Fußabstreifgitter, aus dem die Bars geschweißt wurden. Chelsea halt, zu essen gibt's nichts.


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