Wozu Politik ...

Seinesgleichen geschieht ... wenn wir "Wahrnehmungsmanagement" haben? Oder sollten wir sie doch noch brauchen?

Vorwort | Armin Thurnher | aus FALTER 34/98 vom 19.08.1998

"Ich glaube", sprach el mínimo líder in gewohnter Bescheidenheit, "ich glaube, eine Partei von 4 Prozent auf 20 Prozent gebracht zu haben ist eine stolze unternehmerische Leistung." "Die Marktwirtschaft hat sich durchgesetzt", sagte bei anderer Gelegenheit SPÖ-Geschäftsführer Andreas Rudas. Zwar müsse man ihre Kräfte irgendwie bändigen, aber was er meint, versteht sich: Nur der unternehmerische Geist kann uns retten. Der deutsche Kanzler-kandidat Schröder provoziert Partei und Öffentlichkeit mit der Berufung von Quereinsteigern: Der 45jährige Jost Stollmann soll Wirtschaftsminister in seinem Kabinett werden - natürlich ein Unternehmer.

Die Wirtschaft hat Konjunktur, die Politik ist unten durch. Als wir jüngst Wolfgang Schüssel interviewten und in einer Bemerkung den Begriff "politische Klasse" verwendeten, zuckte der Vizekanzler zusammen und kanzelte uns wegen "Altmarxismus" ab. Verzweifelt bemüht sich einer der politischsten Politiker, Jörg Haider, den Anschein des Politischen


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