Gratuliere. Aber wem?

Kommentar: Warum wollen Österreichs Gewinner beim internationalen Sportfestival "Gay Games" in Amsterdam eigentlich lieber anonym bleiben?

Vorwort | Christopher Wurmdobler | aus FALTER 34/98 vom 19.08.1998

Österreichische Welterfolge: einmal Silber, einmal Bronze, ein vierter Platz und Europas schnellster 200-Meter-Delphinschwimmer überhaupt. Wenn das kein Grund zum Jubeln ist. Doch während andernorts strahlende Siegerinnen und Sieger begeistert gefeiert werden, verstecken sich die österreichischen Gewinner lieber. Weil sie lesbisch beziehungsweise schwul sind.

Anfang August fanden in Amsterdam die 5. Gay Games statt, Olympische Spiele für Homosexuelle. Eine Woche lang kämpften 15.000 lesbische und schwule Sportlerinnen und Sportler aus 88 Ländern in 34 Disziplinen um Medaillen und für ihren Lebensstil. Unter dem Motto "Freundschaft durch Kultur und Sport" zogen Turniere und andere Veranstaltungen fast eine halbe Million Zuschauer an. Martina Navratilova eröffnete, Dana International sang, und ganz Amsterdam war im Games-Fieber. Mit von der Partie: 55 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Österreich.

Wieso überhaupt ein Sportereignis speziell für Homosexuelle, fragen sich viele. Antwort:


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