WAS WAR

Politik | aus FALTER 34/98 vom 19.08.1998

Skinhead-Konzert abgesagt Das Event am 15. August hätte ein Höhepunkt für alle Rechtsextremisten im deutschsprachigen Raum werden sollen: Die "Neue Jugendoffensive(NJO) - der Falter (32/98) berichtete - hatte zu einem Skinhead-Konzert der Superlative in die burgenländische Gemeinde Mönchhof geladen. Der Bürgermeister der Ortschaft konnte sich für die Veranstaltung allerdings nicht erwärmen und untersagte per Bescheid das Konzert. Ins Burgenland waren am Wochenende deshalb nur eine Handvoll Glatzköpfe gereist. Die in Hundertschaften ausgerückte Polizei hatte beim nahen Golser Volksfest einen ruhigen Abend.

WAS KOMMT Waffendiskussion Nicht, daß wir die Diskussion nicht schon geführt hätten: Aufrüstung hin, private Waffenarsenale her, auch nach den beiden Toten von Aspang werden sich die Österreicher an der einen oder anderen leicht erhältlichen Faust- oder Langfeuerwaffe inklusive Munitionskisterl erfreuen können. Die ÖVP glaubt bereits klar zu wissen, daß der Amoklauf von Aspang auch durch strengere Bestimmungen nicht zu verhindern gewesen wäre, und mauert weiter gegen jede Reform. Und beim nächsten Mal wird sie es wieder so sehen. Und beim übernächsten Mal wieder. Und ...

WAS FEHLT CA-Raubgold: Entschädigung Überraschend schnell einigten sich vergangene Woche mehrere Schweizer Großbanken und Holocaust-Anwalt Edward Fagan, den Konflikt um die Geschäfte mit geraubtem jüdischen Gold beizulegen. Die Banken kauften sich mit 16 Milliarden Schilling von ihrem schlechten Gewissen frei. Die israelitische Kultusgemeinde fordert die, im Goldskandal beteiligte Creditanstalt auf, nach einer außergerichtlichen Lösung zu suchen. Die Rolle österreichischer Banken und Versicherungen im systematischen Einzug jüdischen Vermögens ist nach wie vor nicht aufgeklärt. Diese Woche soll gegen die CA eine Klage eingebracht werden. (Kommentar Seite 5.)


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