"Die FPÖ wird mich prügeln"

Strafrecht: SPÖ-Justizsprecher Hannes Jarolim fordert mildere Strafen für gefährliche Sexualtäter. Im Gegenzug sollten sie lebenslänglich staatlich überwacht und zu einer Therapie gezwungen werden können.

Politik | Florian Klenk | aus FALTER 34/98 vom 19.08.1998

"Die Justiz sollte bei gefährlichen Sexualtätern den Strafrahmen nicht komplett ausschöpfen. Das hat doch keinen Sinn":: SPÖ-Justizsprecher Hannes Jarolim Vergangene Woche überraschte SPÖ-Justizsprecher Hannes Jarolim mit der Forderung nach einer Meldepflicht und ständigen staatlichen Überwachung von Sexualstraftätern nach der Haft. Sowohl FPÖ als auch ÖVP begrüßten diese restriktiven Maßnahmen. Doch sie sind nur ein Teil des SPÖ-Reformkonzepts: Im Gegenzug fordert der SP-Justizsprecher auch die Freiheitsstrafen für Sexualtäter wesentlich kürzer als bisher zu bemessen.

Falter: Warum sollen Menschen, die für ihre Tat bereits bestraft wurden und anschließend nichts mehr verbrochen haben, vom Staat überwacht werden?

Hannes Jarolim: Weil es Personen gibt, die sich als geheilt ansehen und trotzdem eine Gefahr für die Gesellschaft darstellen. Das Strafrecht ist hier machtlos. Wir wollen diese Menschen nicht bestrafen, sondern uns vor ihnen schützen. Es ist im Interesse


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