Der letzte Tanz

Integrationsfonds: Ein Politikum war die Ablöse des "alten", ein Politikum ist auch die Bestellung des "neuen" Chefs des Integrationsfonds: Kritiker werfen Stadträtin Brauner Freunderlwirtschaft vor.

Politik | Gerald John und Patrik Volf | aus FALTER 34/98 vom 19.08.1998

Kein Integrationsfonds-Chef ohne politischen Wirbel. Jahrelang war es Max Koch, der mit unbequemen Forderungen der regierenden SPÖ immer wieder auf die Zehen stieg. Und jetzt sorgt der "Neue" bereits für Zoff, ehe er überhaupt in Amt und Würden steht. Allerdings regen sich diesmal die Gegner der SPÖ-Politik auf. "Der Integrationsfonds wird zu einer Außenstelle der SPÖ-Margareten", tönt es unter den Arkaden des Rathauses.

Diese Woche soll der neue Geschäftsführer des Wiener Integrationsfonds gekürt werden. Zum entscheidenden Hearing vor dem Fonds-Kuratorium sind drei Kandidaten - darunter weder eine Frau noch ein Vertreter der Migrantenszene - geladen: Klemens Diemling, Chef der Flüchtlingsberatungsstelle Helping Hands, Manfred Schindler, Leiter der Volkshochschule Hietzing und ehemals Sekretär des SP-Gesundheitsstadtrates Alois Stacher, und Hannes Seitner von der Notschlafstelle der Bewährungshilfe. Als Favorit gilt Seitner: In den internen Unterlagen zu den Kandidaten wird


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