Kommentar: Die Geschmacklosigkeit, die ich meine

Wolfgang Kralicek | Kultur | aus FALTER 34/98 vom 19.08.1998

Eines muß man der FPÖ lassen: Im Setzen von Themen ist sie ebenso skrupellos wie erfolgreich. Zuletzt hat sie - mit tatkräftiger Unterstützung der befreundeten Boulevardpresse - wieder einmal das Thema "Freiheit der Kunst" auf die Tagesordnung gesetzt, und nolens volens spielen alle, alle mit. Dem profil ist das Thema eine sechsseitige Story wert (vermutlich hätte das die Titelgeschichte sein sollen, aber dann sind die Computerpreise plötzlich gefallen), in der Robert Menasse wieder einmal polemisch den Spieß umdreht ("Der Skandal ist, daß die Regierungsparteien in einer so wichtigen gesellschaftspolitischen Frage keine Position mehr haben") und Peter Westenthaler wieder einmal die Verschwörungstheorie einer "linken kleinen Clique" verbreiten darf, die "dieses schöne Land" besudeln wolle.

Im ORF geht es mit Jörg Haider "Zur Sache spezial" - und das Thema "Kunst" stellt sogar die Ausländerfrage ("Osterweiterung") locker in den Schatten. Es ist aber auch ziemlich sexy. Ich kann

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