Fahrplan nach Finnland

Film: Selten, aber doch zeitigt das maßlos überschätzte "deutsche Filmwunder" auch wunderbare Filme: Peter Lichtefelds "Zugvögel ... einmal nach Inari" ist einer von ihnen.

Kultur | Andreas Ungerböck | aus FALTER 34/98 vom 19.08.1998

See in Finnland mit fünf Buchstaben: Inari. Das kennt man aus dem Kreuzworträtsel. Jetzt kann man mit eigenen Augen nicht nur sehen, wie der Inarisee ausschaut, sondern man erfährt auch allerlei Lehrreiches über die Route dorthin: Die schnellste führt mit dem Schiff von Stockholm aus, aber die schönste über Nordschweden, über die Stadt Haparanta.

Nach Inari will nämlich der Dortmunder Bierfahrer Hannes Weber (Joachim Król), aber nicht, weil es dort so schön ist, sondern weil dort der Wettbewerb der Kursbuchexperten stattfindet, bei dem es 50.000 Mark für den Sieger gibt. So weit, so klar. Warum er die nette Frau im Supermarkt, die ihn gern mag, nicht beachtet, ist nicht ganz so klar, aber offenbar hat ihn das Studium von Kursbüchern, das seine ganze Freizeit ausfüllt, von solchen trivialen Genüssen geheilt. Sein Chef will ihm keinen Urlaub geben, also donnert Hannes ihm eine auf die Nase, und ab geht's in den hohen Norden. Am nächsten Tag ist der Chef tot, und Hannes steht


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