Phettbergs Predigtdienst (Nr. 319): Zur Frage der Staatskunst

... wen der Herr liebt, den züchtigt er ... Heb 12,5-7.11-13 (2. Lesung am 21. Sonntag im Jahreskreis / Lesejahr C)

Stadtleben | aus FALTER 34/98 vom 19.08.1998

Als Papst im blütenweißen Talar mit einem Sadojüngelchen ins Steirereck nachtmahlen gehen und mitten im gebackenen Leberkäs mit Petersilkartoffeln befiehlt der Jeansboy seinen Sklaven mit aufs Klo. Im Pissoir dann grätscht der Boy seine Beine, sodaß die Lenden zu platzen drohen, und befiehlt seinen Papst, wo es am dreckigsten ist, in die Knie, befiehlt ihm, den Mund zu öffnen und so zu verharren.

Mir geht die Rede Kardinal Königs zur heurigen Salzburger Festspieleröffnung nicht aus dem Kopf. Der ganze Hofstaat saß im Saal, und alle warteten auf die große Erklärung, doch der Kardinal gab sich als Dorfpfarrer und wandte sich ausschließlich an die Hutzelbraunen im Lande: Von hier, von Salzburg aus, ging schon vor 1200 Jahren das christliche Heil in den Osten des Kontinents, begann er ihnen Honig ums Maul zu schmieren. Und nun, da Wojtyla, der Mann aus Polen, den Osten vom Kommunismus befreit hat, können wir doch den Osten nicht allein lassen und müssen die EU nach Osten erweitern,


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige