Sideorders: Wiens Kleinste

Stadtleben | aus FALTER 34/98 vom 19.08.1998

Der Trend geht in Richtung Größe, das zeigen auch die meisten Lokale, die in letzter Zeit aufgesperrt haben. Dennoch gibt es zum Glück aber auch noch kleine. Wiens beste Minilokale sind folgende: Zu ebener Erde und erster Stock, 7., Burgg. 13, Tel. 523 62 54, Di-Fr 12-14.30, Di-Sa 18-24 Uhr.

Unten die kleinste Bierschank der Stadt, über eine enge Wendeltreppe zu erreichender erster Stock mit entzückender Stube direkt unter dem Dachgebälk. Es gibt Container, die sind größer als dieses Lokal, aber in keinem davon ißt man so fein wie hier. Nichts für Klaustrophobiker.

Ti Amo, 8., Florianig. 34, Tel. 0676/470 81 51, Mo-Fr 12-14, tägl. 18-2 Uhr.

Ein früherer Werber huldigt den Bacari, den Stehwein- und Antipastilokalen Venedigs. Was in seiner Vitrine liegt, hat Hand und Fuß, was aus seinem winzigen Griller kommt, ist nicht selten erstaunlich. Für den wenigen Platz (ein größerer Tisch) sehr viele Weine, lustige Stimmung, die Erweiterung ums benachbarte Künstler-Atelier stört das Winz-Flair kaum.

L'Ora giusta, 19., Billrothstr. 14, Tel. 369 52 20, Mo-Fr 9-20, Sa 9-12 Uhr.

Mit köstlichen Dingen vollgeräumter Alimentari-Laden: selbstimportierte Würste, italienische Käse, Nudeln, Essige, Öle, Weine, Risotto und göttliche Antipasti, die sich mit denen des Piccolo Gourmet den ersten Preis teilen. Serviert wird an einen kleinen Stehtisch, kommen mehr Leute, muß man in der Küche essen.

Vis à Vis, 1., Wollzeile 5 (Passage), Tel. 512 93 50, Mo-Fr 15-22.30 Uhr.

Hans Weibels erstes Lokal, winzige Weinbar im Rustikalambiente, 30 Weine werden glasweise ausgeschenkt, Schinken, Antipasti und Kärntner Hauswürstel, meistens eine mörderische Drängerei.


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige