Die Höhle des Strudels

Neues Lokal: Die Strudelkuchl in der Neustiftgasse ist so klein, daß man eigentlich gar nichts falsch machen konnte.

Stadtleben | Florian Holzer | aus FALTER 34/98 vom 19.08.1998

Eva Schimmer kommt aus der Vojvodina und arbeitete 25 Jahre lang in der heimischen Gastronomie. Dann war der Job auf einmal weg, und sie stand vor der Alternative, entweder Depressionen zu kriegen oder sich was einfallen zu lassen. Da Eva Schimmer und Depressionen aber nicht so richtig zusammenpassen, beschloß sie, ihr Hobby zum neuen Beruf zu machen, und ihr Hobby ist das Kochen. Sie fand eine Location, die ihr klein genug schien, um sie alleine zu bewirtschaften: eine ehemalige Weinstube in der Neustiftgasse, im Gewölbe eines Biedermeierhauses und mit dem Nachteil, daß die Ex-Kundschaft sich nur schwer daran gewöhnen wollte, von nun an dem Strudel anstatt dem Rausch zu huldigen.

Denn der Strudel, dachte sich Eva Schimmer, ist nahezu unendlich variierbar, jeder mag ihn, und außerdem gibt's in der Umgebung kein diesbezüglich spezialisiertes Lokal, nachdem das wunderbare "Struddl" in der Servitengasse, wo ein privater Strudelgelehrter die Ergebnisse seiner Forschungen aufs Backblech


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