Dolm der Woche: Gertrude Brinek

Politik | aus FALTER 35/98 vom 26.08.1998

"Fool, I think I am going mad." (King Lear, Shakespeare). Die Welt ist schlecht, und der Wahnsinn lauert überall. Die "seelische Austrocknung der biologischen Väter" greift um sich, klagt die ÖVP-Parlamentarierin Gertrude Brinek im bisher letzten Akt der Tragödie "ÖVP gegen Waffenverbot". Tenor: Die Waffe trifft niemals die Schuld. Bloß: Wen dann? Brinek hat den Bösewicht gefunden. Es ist die "Unterväterung". Die vaterlose Gesellschaft produziert neue Killer: Mit geifernden Lefzen gieren verkommene Gestalten, herangewachsen in durch schnödes Pendlertum "teilverwaisten Dorfrandsiedlungen", nach neuen, männlichen Vorbildern: "Batman, Terminator, ... Homer Simpson?" Doch Brinek verhindert die Apokalypse: "Väter zurück in die Erziehung", heißt die Lösung. Sind sie erst wieder zurück, dann machen auch die Waffen nichts mehr aus. Die verwahrt der Papa nämlich im Schrank. Aber sicher.


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