Patient Bevölkerung

Gesundheit: Der Wiener ist nicht sonderlich gesund: Er raucht, trinkt und ißt zuviel - und kompensiert das mit viel zu wenig Bewegung.

Thomas Rottenberg | Politik | aus FALTER 35/98 vom 26.08.1998

Der Befund", formuliert Sepp Rieder im Medizinersprech, "ist ernüchternd, aber nicht weiter überraschend." Natürlich, so der Gesundheitsstadtrat, könnte man auch schönfärben und sagen, daß "wir im Vergleich zu anderen Städten ganz gut ausschauen, aber ich bin lieber Realist und sage: Es könnte besser aussehen." Denn, so verkündete Rieder vergangene Woche, um die Gesundheit der Wiener ist es nicht zum besten bestellt: So betreiben 50 Prozent der Bevölkerung nie Sport, weitere 10 bis 15 Prozent bewegen sich nur ungenügend. Gepaart mit ungesunder Ernährung (zuviel Fett, zuviel Cholesterin, zuviel Salz, die falschen Kohlehydrate und insgesamt zuviel von allem) im allgemeinen und einem extrem hohen Fleischkonsum im besonderen führt das nicht nur zu ernährungsbezogenen Krankheiten, sondern auch zu Übergewicht: 43 Prozent aller Männer und nahezu jede vierte Frau sind übergewichtig, neun Prozent der Männer und 13,3 Prozent der Frauen gelten sogar als fettleibig. Bedenkt man,

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