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Medien | Sigrid Neudecker | aus FALTER 35/98 vom 26.08.1998

Das Prinzip von Salzburger Nockerln ist: wenig Teig, viel warme Luft, das Ganze im Backrohr ordentlich aufgehen lassen und dann schnell servieren, bevor's in sich zusammenfällt. Direkt nach dem Essen hat man dann ein ziemliches Völlegefühl, aber sobald man sich vom Tisch erhebt, merkt man, daß man eigentlich gar nichts im Magen hatte. Und nun zu "Die Neue" (Do, 20.15 Uhr, ORF 1).

In der neuesten Fremdenverkehrskrimiserie, von der die deutschen Zuseher erst Ende September wegschalten können, darf diesmal Doris Schretzmayer den Schäferhund spielen. Ein knappes Rennen: Rex hatte zwar eindeutig mehr Talent, aber dafür hat Schretzmayer die besseren Kostüme. In Sachen Ausdrucksfähigkeit stinkt sie jedenfalls kläglich ab: Gesichtsausdruck A für Sichverlieben, Mit-Mutter-der-Ermordeten-Sprechen und Fischengehen. Gesichtsausdruck B für Actionszenen. Nur wenn Schretzmayer nachdenkt, legt sie die Stirn in Falten, damit man's merkt. Aber das konnte Rex auch. Wenigstens darf Schretzmayer in ihrer Serie schnackseln. Und das durfte Rex ja wirklich nie.


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