Ballermann 22/Bruno Domany: Inselvater a.D.

Stadtleben | aus FALTER 35/98 vom 26.08.1998

Er ist, attestieren sogar Gegner und Kritiker, Erfinder und Vater der Donauinsel. Ohne Bruno Domany, der bis 1995 als Donauinselkoordinator in der MA 45 (Wasserbau) tätig war, wäre die Insel nicht, was sie heute ist. Als Anfang der Achtziger im Südteil - zum Beispiel - der sogenannte "Tote Grund" dem Drang nach geraden Strecken geopfert werden sollte, ließ Domany auf eigene Faust die Straße verlegen - um Wasser und Bäume zu retten. Heute ist der Tote Grund ein geschütztes Biotop. Als es auf der Copa noch keinen Fußgängerponton gab und man nur über die Reichsbrücke zu den Lokalen auf die Insel kam, erstand Domany - günstig und an der Bürokratie vorbei - ein ausgemustertes Wörthersee-Boot, das als Shuttle diente. Oder: Um Sicherheits- und Hygienehürden (Rettungsschwimmer, Duschen, Klos, Haftungsfragen) zu umgehen und das Schwimmen dennoch zu ermöglichen, betitelte Domany die zahlreichen Plastikflöße einfach "Rettungsflöße". "Manchmal muß der Amtsschimmel der Realität


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