Hillarys Entlassung

Seinesgleichen geschieht: Kronenzeitung kündigt First Lady wegen mangelnder Pflichterfüllung. Wenn das bloß gutgeht!

Vorwort | Armin Thurnher | aus FALTER 36/98 vom 02.09.1998

Neue Weltunordnung! Die Investoren sind nervös, die Duma bockt, die Terroristen ballen die Faust, der zart-brenzlige Geruch von Machtwechsel liegt in der Luft. Und dennoch müssen wir von der Kronenzeitung reden. Mit ihr als innenpolitisch dominierender Kraft können wir mittlerweile gut umgehen. Jeder hat akzeptiert, daß sie die Themen bestimmt und über Wohl und Wehe von Politikern entscheidet. Darüber braucht man sich nicht mehr zu unterhalten, lautet die Übereinkunft, außer ab und zu, in resignierendem Tonfall, hinter vorgehaltener Hand.

Neuerdings maßt sich das Blatt nicht nur lokalpolitische, sondern weltpolitische Kompetenz an. Es erschien dort am Freitag, dem 28. August 1998, auf Seite 2 links oben ein an den Ecken abgerundetes Kästchen folgenden Inhalts: "Liebe Leser! Unsere Mitarbeiterin Hillary Clinton verabsäumt es nun schon seit Wochen, in ihrer Kolumne auf die dramatischen Ereignisse im Weißen Haus einzugehen. Während die Welt mit immer neuen Details zum Sexskandal


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