In Godzilla We Trust

Film: In Roland Emmerichs "Godzilla" hat ein altes japanisches Trampeltier seinen ersten Einsatz in Manhattan.

Kultur | Drehli Robnik | aus FALTER 36/98 vom 02.09.1998

Auf dem weltweiten Filmmarkt sind heuer drei konkurrierende Verfahren zur Verwüstung von Manhattan in Umlauf: Das Modell "Armageddon" bietet in wenigen Minuten Teilzerstörung in stadtbildveränderndem Ausmaß durch Kometenhagel. Wer totale Verwüstung in kürzestmöglicher Zeit bevorzugt, hält sich an die über die Ostküste der USA hinwegrasende Flutwelle im Modell "Deep Impact". Bei "Godzilla", der jüngsten Variante, fällt das Zeit-Leistungs-Verhältnis eher ungünstig aus: Die hochhausgroße Echse, die durch die Mutter aller modernen Großstädte stampft, braucht ziemlich lang, um massive Sach- und Gebäudeschäden anzurichten. "Godzilla" wendet sich an Freunde destruktiver Detailarbeit im unteren Wirkungsbereich und an Konsumenten, die in Sachen Manhattan-Zertrümmerung einer renommierten Marke vertrauen: Das Team um den argen Wüterich Roland Emmerich (Regie, Drehbuch) und Dean Devlin (Koautor, Produzent) konnte 1996 mit dem prototypischen Modell "Independence Day" überzeugen,


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