Neue Platten

Kultur | aus FALTER 36/98 vom 02.09.1998

Von Anfang an, so erklärte Miles Davis später, habe er gewußt: "This was going to be a mother of a group." Und in der Tat: Es ist kaum zu hoch gegriffen, wenn man diese Band als die Mutter aller modernen Jazz-Combos betrachtet; sie war Miles Davis' zweites berühmtes Quintett (im ersten hatte - in den fünfziger Jahren - u.a. John Coltrane mitgewirkt) in einer Zeit, die zu den spannendsten und ertragreichsten Perioden nicht nur von Davis, sondern aller Band-Mitglieder zählte. Eben das macht die Aufnahmen der rund sieben Stunden Material umfassenden 6-CD-Box Miles Davis Quintet 1965-68 (CBS/Sony) zu einem so herausragenden Dokument der Jazzgeschichte. Allein die Genese der Band verdient Beachtung und belegt Davis' untrüglichen Instinkt als Talentescout und musikalischer Katalysator, der seine Musiker zu Leistungen inspirierte, die diese kaum je wieder erreichen sollten. 1963 heuerte der 37jährige Davis - auf Empfehlung von Jackie McLean und unter begeistertem Zuspruch seines Ex-Drummers


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