Datenbahn statt Autobahnen

Medien: Die alljährlich in Linz stattfindende Ars Electronica widmet sich heuer dem Krieg der Informationen. Der "Falter" sprach mit Ars-Geschäftsführer Gerfried Stocker über die zivile Zukunft einer Kriegstechnologie, den Kampf ums Internet und das Medien-Entwicklungsland Österreich.

Kultur | Marcus J.Oswald | aus FALTER 36/98 vom 02.09.1998

Seit drei Jahren leitet der studierte Nachrichtentechniker Gerfried Stocker die Ars Electronica. Gleich im ersten Jahr seiner Tätigkeit (Stocker löste Peter Weibel ab) wurde an der Linzer Nibelungenbrücke das 180 Millionen Schilling teure "Ars Electronic Center - Museum der Zukunft" (AEC) eröffnet, in das 50 Millionen an Privatgeldern flossen und das als größtes Beispiel für privates Kunstsponsoring der Zweiten Republik gilt. Im Vorfeld der 17. Ars Electronica zum diesjährigen Thema "InfoWar" forderte Stocker einen stärkeren politischen Willen für einen breitbandigen Anschluß von Schulen (Education-Highway) und Ausbildungsprogrammen an das Netz, da wir ansonsten "in zehn Jahren Entwicklungsland" seien.

Falter: 1994, nach der Ars zum Thema "Intelligente Ambiente", kritisierten Architekten mangelnden Praxisbezug. Die Ars Electronica ist weder Messe noch Verkaufsshow. Welche Definition bieten Sie an?

Gerfried Stocker: Seit 1979 ist die Ars Electronica dem künstlerischen wie theoretischen


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